Neue Schnellbuslinie führt leider nicht weiter ins Bundesviertel und nach Ramersdorf

Die fürs Jahresende geplante Einführung der neuen Schnellbuslinie SB85 ist für Wachtberg eine gute Nachricht. Sie schafft endlich eine schnellere und verlässlichere Verbindung in Richtung Bad Godesberg und Meckenheim. Gerade für Pendlerinnen und Pendler sowie für viele Schülerinnen und Schüler bedeutet das eine spürbare Verbesserung im Alltag.

Die SB85 soll künftig von Meckenheim über die Pecher Landstraße geführt werden, mit geplanten Haltepunkten in Höhe Villiprott, Villip und Pech.

Trotzdem bleibt ein entscheidender Kritikpunkt: Die Linie endet vorerst in Bad Godesberg und wird nicht wie ursprünglich vorgesehen über das Bundesviertel bis nach Ramersdorf geführt.  Damit  fehlt  eine  direkte  Anbindung  an  einen  der  wichtigsten Arbeitsplatzstandorte in Bonn. Viele Menschen aus Wachtberg pendeln genau dorthin. Ohne diese Verlängerung bleibt ein zentrales Potenzial der SB85 ungenutzt.

Otis Henkel, SPD-Kreistagsmitglied aus Wachtberg, macht deutlich: „Die SB85 ist ein wichtiger Fortschritt fürs Ländchen. Aber dass sie vorerst nur bis Bad Godesberg fährt, ist ein klarer Rückschritt gegenüber den ursprünglichen Planungen. Gerade die direkte Verbindung ins Bundesviertel und nach Ramersdorf wäre für viele Pendlerinnen und Pendler ein echter Gewinn. Das darf kein Dauerzustand bleiben.“

Hintergrund der abgespeckten Lösung sind die angespannten Haushaltsbedingungen der Stadt Bonn. Um das Projekt überhaupt starten zu können, wurde ein Minimalkonzept entwickelt.  Dieses  sieht  zunächst  einen  stündlichen  Takt  vor,  der  in  den Hauptverkehrszeiten verdichtet wird. Perspektivisch bleibt die Linie jedoch ausbaufähig.

Für die Wachtberger SPD ist klar: Jetzt kommt es darauf an, die nächsten Schritte konsequent vorzubereiten. Dazu gehört auch, dass die geplanten neuen Haltestellen

Für mehr Barrierefreiheit im Busverkehr

Für mehr Barrierefreiheit im Busverkehr

SPD-Fraktion sieht dringenden Handlungsbedarf an der Haltestelle „Berkum – Haus Holzem“

Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen in der Gemeinde macht Fortschritte. Die Wachtberger SPD-Fraktion begrüßt ausdrücklich, dass das Land NRW diese Maßnahmen mit hohen Förderquoten unterstützt. Barrierefreie Haltestellen mit erhöhten Busbordsteinen und taktilen Leitsystemen erleichtern vielen Menschen den Zugang zum Bus, insbesondere älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen und Familien mit Kinderwagen. Sie sind ein wichtiger Beitrag zu mehr Mobilität und Teilhabe.

Von insgesamt 48 Haltepunkten im Gemeindegebiet sind bereits 22 in beide Richtungen barrierefrei ausgebaut, zwei weitere einseitig. Eine Haltestelle befindet sich derzeit im Bau, sechs weitere sind in Planung. Damit ist ein großer Teil des Netzes bereits ausgebaut oder in Vorbereitung.

Die SPD unterstützt diesen eingeschlagenen Weg und setzt sich dafür ein, den Ausbau konsequent fortzusetzen. Gleichzeitig sehen wir bei einzelnen Standorten besonderen Handlungsbedarf.

Das gilt insbesondere für die Haltestelle „Berkum – Haus Holzem“. Dort warten Fahrgäste derzeit direkt an der stark befahrenen Landstraße praktisch auf der Fahrbahn. Diese Situation ist sicherheitstechnisch problematisch und für die Fahrgäste unzumutbar. Aus Sicht der SPD-Fraktion muss hier dringend gehandelt werden. Der barrierefreie und sichere Ausbau dieser Haltestelle sollte deshalb zeitnah angegangen werden.

Bushaltestelle an der Landstraße in Wachtberg, umgeben von Bäumen und Natur.

Die Haltestelle Berkum – Haus Holzem: Fahrgäste warten derzeit direkt an der vielbefahrenen Landstraße. Hier besteht dringender Handlungsbedarf für mehr Sicherheit und Barrierefreiheit.

Bei der Schnellbuslinie geht es voran

Bei der Schnellbuslinie geht es voran


SPD-Fraktion begrüßt Fortschritte bei geplanter Linie SB 85 nach Bonn

Die SPD-Fraktion begrüßt die geplante Schnellbuslinie, die ab Dezember 2026 den öffentlichen Nahverkehr im Ländchen erheblich verbessern soll. Wie der Kreis mitteilte, wird die neue Verbindung von Meckenheim über die L 158 mit Haltepunkten auf Höhe von Villiprott, Villip und Pech nach Bonn führen. Möglich gemacht wird dies durch ein Landesförderprogramm.

„Die SB 85 wird den ÖPNV in Wachtberg bereichern. Die bessere Anbindung an Bonn schafft nicht nur kürzere Fahrzeiten, sondern stärkt auch den Pendel- und Schulverkehr“, betont Otis Henkel, Mitglied der SPD-Fraktion Wachtberg und im Verkehrsausschuss des Kreistags.

Die SPD hat sich stets für Schnellbuslinien eingesetzt. Die nun vorliegenden konkreten Planungen sind ein Erfolg gemeinsamer politischer Anstrengungen. Nun gilt es, auch den Schnellbus Bonn – Meckenheim auf der Route über Berkum voranzubringen.

Bürgerinnen und Bürger fragen – Die SPD kümmert sich 

Mitte Februar hatte Andreas Wollmann, Fraktionsvorsitzender der SPD Wachtberg und Niederbachemer Urgestein, zum Gespräch in die Grüne Gans eingeladen. Etliche Bürgerinnen und Bürger folgten diesem Angebot. Hauptthema: die Bushaltestellen in Niederbachem. 

An der Haltestelle am Hang wurde die schlechte Beleuchtung und der fehlende Schutz vor dem Verkehr angesprochen. Andreas Wollmann fragte im Gemeinderat nach. Die Gemeindeverwaltung arbeitet an einer kurzfristigen Lösung, so die Auskunft des Beigeordneten Swen Christian. 

Auch die Verlegung der Haltestelle NB Post sorgt für Ärger, denn dadurch hat sich die Parksituation verändert. Dauerparker blockieren nun die wenigen noch vorhandenen Parkplätze, so dass es für die Bürgerinnen und Bürger schwierig ist, kurz anzuhalten, um beispielsweise Pakete zur Post zu bringen oder Medikamente aus der Apotheke abzuholen. Andreas Wollmann hat auch dieses Problem bei der Verwaltung angesprochen. Eine mögliche Lösung wäre eine Parkzeitbeschränkung. Das kann aber dauern, weil der Landkreis mit ins Boot geholt werden muss. 

Fragen gab es auch zur Sicherheit der geplanten Bushaltestelle an der Mühlenstraße. Oberste Priorität muss sein, dass Fußgängerinnen und Fußgänger nicht gefährdet werden. Die SPD-Fraktion wird hier immer wieder nachhaken. Ein weiterer wichtiger Punkt, der angesprochen wurde: Für Bürgerinnen und Bürger, die auf einen Rollator angewiesen sind, gibt es noch zu viele Hindernisse im Ort. Wir fordern eine schnelle Bestandsaufnahme und rasche Abhilfe. 

Fraktionsvorsitzender Wollmann stellt fest: „Aus der Bürgerschaft wurden wichtige Themen für Niederbachem benannt. Das auf den Ort fokussierte Gesprächsformat hat sich also bewährt.“ Weitere Orte werden folgen.

SPD stimmt gegen Preiserhöhung im Nahverkehr

Im Kreis Rhein-Sieg hat die SPD als einzige Fraktion in der Verbandsversammlung gegen die Erhöhung der Tarife im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) gestimmt. Darüber informierten Paul Lägel und Otis Henkel, die beide sowohl der SPD-Kreistagsfraktion Rhein-Sieg als auch der SPD-Fraktion Wachtberg angehören. „Auch wenn es richtig ist, dass die Kosten des VRS gestiegen sind, so ist es in Zeiten des Klimawandels das absolut falsche Signal, die Preise zu erhöhen“, so Lägel, Mitglied von Kreistag und Gemeinderat. „Der VRS ist jetzt schon einer der teuersten Verkehrsverbünde in Deutschland. Ab 2025 werden die Tickets nochmals um durchschnittlich 5,9 Prozent teurer. So kann die Verkehrswende nicht gelingen.“
Die SPD fordert die schwarz-grüne Landesregierung auf, zusätzliche Gelder bereitzustellen. Die Kommunen dürfen nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Außerdem muss Einsparpotential konsequent genutzt werden, etwa durch Zusammenlegung der vier Verkehrsverbünde in NRW. Ein einziger NRW-Verkehrsverbund ist effizienter und fahrgastfreundlicher als der bestehende Flickenteppich. Stattdessen planen der Aachener Verkehrsverbund und der VRS für 2026 lediglich einen gemeinsamen Rheinlandtarif. Das klingt nicht nach großer Effizienzsteigerung. Und schneller muss es auch gehen.
Leidiges Thema in Wachtberg ist, dass Fahrten nach Bad Godesberg wegen des Grenzübertritts unverhältnismäßig teuer sind. So kostet eine Fahrt von der direkt an der Grenze zu Wachtberg gelegenen Bonner Haltestelle Sonnenberg zur Rheinallee 3,50 €. Steigt man eine Haltestelle früher in Pech ein, zahlt man heute 4,70 € bald wohl 5 €. 10 € für einen Fahrt ins nahe Bad Godesberg und zurück ist absurd, da steigt kaum jemand vom gewohnten Auto in den Bus um.
Wir brauchen eine umfassende Strukturreform und einen wirklich attraktiven Nahverkehr. Bisher hat die schwarz-grüne Mehrheit in der Verbandsversammlung und der Landesregierung dazu außer Preiserhöhung nicht viel bewegt.
Sicherheit geht vor

Sicherheit geht vor

Abgesperrter Bereich mit Schutzgitter - Sicherheit auf Straßen bei Veranstaltungen.

In Oberbachem soll künftig nur noch die Haltestelle Raffeisenbank an der stark befahrenen L123 bedient werden. Die Haltestelle Blankenheimer Weg in der Ortsmitte soll entfallen.

Bislang bot die Haltestelle Blankenheimer Weg in zentraler Ortslage Jung und Alt einen sicheren Zugang zum ÖPNV und erfreute sich mit 110 Fahrgästen pro Tag einer hohen Nachfrage. Nun sorgt sich eine Bürgerinitiative im Ort um die Sicherheit vor allem von Kindern und weniger mobilen Menschen. Die Initiative hat bereits über 200 Unterschriften für den Erhalt der Haltestelle gesammelt.

Unser Fraktionsmitglied Kristian Lempa stellt fest: „Die Sorgen sind begründet. Am 14. März fuhr ein Linienbus bei einem Ausweichmanöver in die Haltestelle Raiffeisenbank und zerstörte sie vollständig. Glücklicherweise wartete zum Zeitpunkt niemand auf den Bus. Auf Glück können wir uns aber nicht verlassen, Sicherheit geht vor!“ Die SPD-Fraktion setzt sich für den Erhalt der Haltestelle Blankenheimer Weg ein.