Gesamtschule für Wachtberg – geht das? Diskussionsabend mit Jochen Ott am 27. November 2024

Gesamtschule für Wachtberg – geht das? Diskussionsabend mit Jochen Ott am 27. November 2024

Immer häufiger äußern Bürgerinnen und Bürger in sozialen Netzwerken den Wunsch nach einer Gesamtschule in Wachtberg. Aspekte wie wohnortnahe Schulbildung, längeres gemeinsames Lernen, mehr Chancengerechtigkeit und eine differenzierte Förderung gewinnen zunehmend an Bedeutung bei der Wahl einer weiterführenden Schule. In letzter Zeit sorgen jedoch vermehrt Artikel in der Bonner Presse für Unruhe in den Familien. Es wird berichtet, dass Anmeldungen von Schülerinnen und Schülern aus dem Umland, insbesondere an Gesamt- und Realschulen, häufiger abgelehnt werde müssen. Auch am nahegelegenen Campus in Meckenheim wurde beschlossen, die Anzahl der Abweisungen auswärtiger Schüler zum Schuljahr 2024/25 drastisch zu erhöhen, da die Aufnahmekapazität überschritten ist.


Jochen Ott, Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion kommt nach Wachtberg

Die SPD Wachtberg veranstaltet am 27. November 2024 in der Gaststätte des Hotels zu den Linden (Berkum, Rathausstraße 24-26) eine Diskussion über die Notwendigkeit einer weiterführenden Schule in Wachtberg, die eine größere Anzahl von Schülerinnen und Schülern beschulen könnte. Von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr haben alle Interessierten die Möglichkeit, mit dem Landtagsabgeordneten Jochen Ott ins Gespräch zu kommen. Jochen Ott, ausgebildeter Lehrer, war von 2017 bis 2022 schulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und ist seit 2023 deren Vorsitzender.

Nicht nur Eltern, sondern alle, die sich für die Wachtberger Schulpolitik interessieren, sind herzlich eingeladen, sich zu informieren und mitzudiskutieren. Bereits eingeladen wurden unter anderem Vertreter der Schulen, der Schulverwaltung, der Kirchen und der im Rat vertretenen politischen Gruppierungen. Jutta Danylow, ehemalige Schulleiterin und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Wachtberger Rat, wird durch die Veranstaltung führen und freut sich darauf, viele Bürgerinnen und Bürger begrüßen zu können.

Gebundener Ganztag

Gebundener Ganztag in Wachtberg: Sinnvoller Schritt oder verfrühte 

Initiative?

Der Vorstoß der Grünen hinsichtlich eines Pilotprojektes „gebundener Ganztag“ an einer Wachtberger Grundschule, nachzulesen im „Wir Wachtberger“ vom 3.2.2024, kommt überraschend. Obwohl die offenen Ganztagsschulen (OGS) dort erst einmal ausführlich gelobt wird, werden am Ende dennoch die Vorzüge des gebundenen Ganztags als Gesamtkonzept betont und die Verwaltung wird mit diesem Projektbeauftragt.   

Dies wäre eine wichtige neue Weichenstellung, die wir zum jetzigen Zeitpunkt für verfehlt halten. 

Denn erstens müssten Schulen, die bereits durch die Digitalisierung belastet sind, ausführliche Konzepte für den gebundenen Ganztagsbetrieb entwickeln. Der Wunsch nach einem Ganztagsbetrieb sollte jedoch von Eltern und Lehrern vorangetrieben werden und nicht von der Politik. Zweitens wären für die Einführung des Ganztagsbetriebes Investitionen in Räumlichkeiten und Personal erforderlich, zusätzlich zu den bauliche Maßnahmen, die in den Wachtberger Schulen gerade durchgeführt wurden beziehungsweise noch in der Umsetzung sind, um die Bedingungen für den Unterricht zu verbessern. Beispielsweise ist nur an der Berkumer Schule eine ausreichend große Mensa vorhanden, eine notwendige Voraussetzung für die gebundene Ganztagsschule.

Statt nach neuen Projekten zu rufen, sollte doch zunächst das Begonnene abgeschlossen werden. So hat die längst überfällige Sanierung der Grundschule in Villip, wo es unter anderem um die Schaffung von ausreichendem Unterrichtsraum und einer angemessenen Aufenthaltsqualität geht, hat noch immer keinen belastbaren Zeitplan. Es ist nun wichtig, die Ressourcen hier zu bündeln, bevor man sich neuen Aufgaben zuwendet.