Kommunalwahl 2020: Kompetenz und frischer Wind

SPD Wachtberg nominiert einstimmig Renate Offergeld als Bürgermeisterkandidatin und stellt die Kandidaten für die Wahlkreise auf.

Am 06. Juni 2020 fand die Nominierungsversammlung der Wachtberger SPD zur Aufstellung der Kandidaten für die Kommunalwahl am 13.09.2020 statt

Schlag 11 Uhr eröffnete der Ortsvereinsvorsitzende der Wachtberg SPD, Andreas Wollmann, den Parteitag, der Dank der Coronapandemie nur unter erheblichem organisatorischen Aufwand unter strikter Einhaltung der aktuell geltenden Regularien im Henseler Hof in Niederbachem stattfand. Rund 30 Genossinnen und Genossen kamen zusammen um sich auf den anstehenden Wahlkampf einzustimmen und die Kandidaten für die Bürgermeister-, Kreistags und Gemeinderatswahlen am 13.09.2020 zu nominieren.

In einer kämpferischen Rede skizzierte Bürgermeisterin Renate Offergeld ihr Programm für die kommende Ratsperiode. Als ihre vordringlichen Themenfelder nannte sie dabei die Schaffung von bezahlbarem und nachhaltigem Wohnraum – auch und besonders für zu betreuende, ältere Menschen und eine dazu gehörende Infrastruktur. Ferner die qualitative Weiterentwicklung bei Schulen und Bildung, die Gestaltung und den weiteren Ausbau von Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche und die Unterstützung und Stärkung der Integrationsarbeit und den Erhalt und die Pflege des regen Wachtberger Kulturlebens.
Mit Blick auf die Herausforderungen der Coronakrise forderte sie, Städte und Gemeinden nicht weiter im bisherigen Maß allein zu lassen, anders als bei der Flüchtlingskrise. Die Bürgermeisterin und die SPD Wachtberg fordern den umfassenden und nachhaltigen Rettungsschirm für die Kommunen, so wie der SPD Bundesfinanzminister Olaf Scholz ihn vorgeschlagen hat. Ausdrücklich begrüßen wir das in dieser Woche vom Kabinett in Berlin beschlossene Konjunkturpaket. Es bleibt aber abzuwarten, was letztlich auf Gemeindeebene davon ankommen wird.

Den Delegierten rief Renate Offergeld zu: „Ich will es noch einmal wissen und ich will es noch einmal werden. Ich möchte weiterhin Bürgermeisterin unserer attraktiven und lebenswerten Gemeinde Wachtberg bleiben. Dieses Amt macht mir jeden Tag Freude und ich möchte in der nächsten Wahlperiode noch einige Ideen für eine gute Zukunft Wachtbergs zusammen mit einer starken SPD-Fraktion umsetzen“.

Einstimmig wurde Renate Offergeld wieder für die Bürgermeisterwahl nominiert. Sie hatte den Mitgliedern und der SPD Fraktion für die Unterstützung und das Vertrauen in den letzten, nicht immer einfachen Jahren als Verwaltungschefin gedankt und die Partei auf den bevorstehenden Wahlkampf eingeschworen: „Wir setzen zusammen auf Sieg!“.

Die Bürgermeisterin stellt sich zusammen mit 19 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Dabei ist es der SPD Wachtberg, anders als der CDU im Ländchen, gelungen, Frauen und Männer in den Wahlkreisen und auf der Reserveliste nahezu paritätisch aufzustellen und so den Frauenanteil auf 46 % der 21 nominierten Kandidatinnen und Kandidaten der Reserveliste zu bringen, die vom Fraktionsvorsitzenden Andreas Wollmann angeführt wird.
Ebenso spricht die Wachtberger SPD nicht nur über Jugendarbeit und Einbindung der Jugend in die Politik – sie praktiziert sie und stellt 5 Kandidatinnen und Kandidaten unter 25 auf.

Kompetenz und frischer Wind – das ist das Signal dieser Liste und des Wahlprogramms, das gleichfalls einstimmig von den Mitgliedern verabschiedet wurde.

Die Wachtberg SPD und die Bürgermeisterin stehen auch nach dem 13. September für soziale Verantwortung und Generationengerechtigkeit, Naturschutz und behutsame Weiterentwicklung der Gemeinde, Stärkung und Vernetzung des Ehrenamtes in Vereinen, Sport und Kultur und die Stärkung lokaler Akteure der Wirtschaft.

Wir haben Gutes für die Gemeinde erreicht – auch in der kommenden Ratsperiode bleibt viel zu tun, so Renate Offergeld und Andreas Wollmann am Ende der Versammlung. Es werde infolge Corona ein anders gearteter Wahlkampf werden, der alle vor neue organisatorische Herausforderungen stellen werde.
Mit einer starken SPD-Fraktion im Gemeinderat und mit Renate Offergeld als Bürgermeisterin von Wachtberg wird das gelingen.

BM-Offergeld nach Wahl

Der Steilpass im Juni 2020

Mitte Mai war wieder Fußball – und keiner ging hin. Normale Fans wie Ultras hielten sich an die Regeln. Lediglich die Spieler der Berliner Hertha interessierten sich einmal mehr auf dem Platz mit ihren heftigen Umarmungen provokativ nicht um die Vorsichtsregeln. Da die Schiedsrichter nur für den reibungslosen Spielverlauf zu sorgen haben, nicht aber um die gefühlte 50. Änderung der Coronaschutzverordnung durchzusetzen, entfiel jegliche Sanktion.

In der Bundesliga oben zieht nach dem 1 : 0 Sieg in Dortmund der FC Bayern einsam seine Bahn. Dabei hatten die Dortmunder ihre Chancen. So hätte Brandt in der 26. Minute selbst sofort schießen können, setzte aber auf der Suche nach einem besser postierten Mitspieler erst zur großen Hafenrundfahrt an, bis es zu spät war. Dann glückte Kimmich mit einem Kunstschuss (Bogenlampe) über Torwart Bürki das 1 : 0. Das Fernsehen hatte eine Statistik parat. Danach haben solche Versuche nur eine Treffersicherheit von 6 %. 94 % gehen daneben. Das macht eben den abgezockteren Unterschied zu anderen Teams aus. In der Pressekonferenz erklärte Kimmich, dass sie wussten, Torwart Bürki steht gerne etwas zu weit vor seinem Tor.

Dann hätte es noch einen Elfmeter für den BVB geben können (Verursacher Boateng). Aber bei einem so knappen Spielstand pfeift in Deutschland kein Schiedsrichter gegen die Bayern einen Elfmeter. So nützt dem BVB auch der 6 : 1 Sieg in Paderborn nichts.

Nun kicken sie also wieder im Profifußball und die internationale Fußballwelt scheint das 51-seitige Hygienekonzept der Deutschen Fußballliga (DFL) auswendig zu lernen. Der International Football Association Board (Ifab) hat auch reagiert. Bis zum 31.12.20 dürfen fünf statt drei Spieler aus- und eingewechselt werden und auf den Einsatz der Video-Schiedsrichter kann auch solange verzichtet werden. Das werden diese gar nicht gern gehört haben, ist es doch eine schöne Gelegenheit, auch für sie zusätzliches Geld zu verdienen.

Nur eine Gruppe, ohne die nichts läuft, hat man vorsichtshalber gar nicht gefragt. Das sind die Spieler. Die müssen, ob sie wollen oder nicht, ob sie vor Corona Angst haben oder nicht. Mir ist schleierhaft, wie leichtfertig die Politik erlaubt, hier großzügige Ausnahmen zu gestatten, während wir anderen zu Recht und der Vorsicht zuliebe allen möglichen Einschränkungen unterliegen.

Obwohl es noch keine wirksame Medizin gegen die Krankheit gibt, dürfen Fußballer in Zweikämpfe gehen. Das ist sonst nur Ehepaaren und anderen Pärchen gestattet.

Und dann fragt man sich entgeistert: Warum dürfen die Fußballer das? Die Antwort kennt jeder.  Dynamo Dresden passt jetzt nicht ins Bild. Die DFL hat sicher Kerzen angezündet, um einen zusätzlichen Krisenfall abzuwenden.

Coronaresistent hat sich Leipzigs Spieler Timo Werner geäußert. In der Bildzeitung sandte er drei Botschaften: Botschaft 1 = ich gehe nicht zu den Bayern nach München. Botschaft 2 = Wie alle wechselfreudige Spieler weise ich darauf hin, dass ich einen Vertrag habe, der einzuhalten ist, auch wenn das kein Problem für einen Umzug ins Ausland ist. Das ist nur eine Geldfrage. Botschaft 3 =Am liebsten gehe ich nach Liverpool. Ich kann es als Freiberufler kaum erwarten, dass sich die Vereine über die Ablösesumme einigen. An eine emotionale Bindung an den Verein hat ohnehin niemand geglaubt. Schließlich bin ich als Fußballprofi ein freiberuflicher Wandergeselle.

Die Reaktion aus Liverpool ließ nicht lange auf sich warten. „The Guardian“ berichtete, Jürgen Klopp habe sich bei der Vereinsführung für eine Verpflichtung von Timo ausgesprochen. Damit dürfte diese Personalangelegenheit auch bald erledigt sein.

Coronaresistent vor dem ersten Geisterspieltag Mitte Mai zeigte sich auch Vollpfosten Kalou von der Elfenbeinküste, aktuell unter Vertrag bei Hertha BSC. Er zeigte in einem Video aus der Mannschaftskabine, was er von diesem Konzept hält: Nämlich Nichts. Um das Gesicht zu wahren, hat ihn jetzt die Vereinsführung vorläufig suspendiert (bis Gras darüber gewachsen ist).

Feuer unterm Dach ist auch beim KSC. Mein Freund Peter, Mitglied des KSC, hält mich auf dem Laufenden. Aktuell ist Vereinspräsident Ingo Wellenreuther, MdB, zurückgetreten. Eine Vereinsopposition wirft ihm wirtschaftliches und menschliches Versagen vor, angesichts 30 Millionen Schulden. Ein „Bündnis KSC“ will den Verein aus dem Tal führen, aber ohne den Sportkameraden Ingo. Die erste Voraussetzung ist erfüllt. Ingo ist zurückgetreten. Sportlich gab es nach langer Durststrecke gegen Darmstadt wieder einmal einen Sieg. Dazu haben die neuen Leute erst einmal den Schuldenberg von 30 Millionen € auf 10 Millionen € gesenkt und damit den Verein vor dem Bankrott bewahrt. Dazu ist die Stadt gerade dabei, das traditionsreiche Wildparkstadion zu modernisieren und auf 35.000 Plätze aufzustocken. Da muss ich noch viele Maultaschen essen, bis eine Wende zum Guten endgültig in Sicht ist.

Hatte ich in der letzten Glosse angemerkt, dass sich die Zahl der Virologen der Zahl an Bundestrainern annähert, so lieferte kurz darauf die FAZ am Sonntag die Bestätigung. In einem Interview mit dem Red Bull Leipzig Geschäftsführer Oliver Mintzlaff präzisierte der die Zahl: „ Jetzt haben wir 80 Millionen Virologen“. Da habe ich mich ein wenig gefreut, dass ich schon früher darauf gekommen bin.

Sportlich läuft national wie international nicht viel. Indien will sich 2032 um die Olympischen Spiele bewerben. Damit konkurrieren sie mit der evtl. kommenden deutschen Bewerbung. Wer wie ich einmal in Indien beruflich war, weiß, dass das IOC dem nur im Vollsuff zustimmen könnte. Viel ernster für die noch nicht abgegebene deutsche Bewerbung schiene mir die Bewerbung von Canberra zu sein.

Dann melden die Reitsportvereine „Land unter“. Die Turniere finden nicht statt. Unterdes laufen aber die Kosten für die Pferde weiter. Das sind zehntausende Euros. „ Die Alternative wäre Schlachten“, meint Andreas Vroom, der Präsident des Landessportbundes in Bremen recht drastisch.

Interessantes spielt sich im Fußballverband der USA ab. Die Mitglieder der Damen-Weltmeistermannschaft haben ihren eigenen Verband verklagt. Sie wollen gleiche Bezahlung und gleiche Reisebedingungen und medizinische Betreuung wie ihre männlichen Kollegen. Jetzt hat ein Bundesgericht die Forderung nach gleicher Bezahlung für die viermaligen Weltmeister und viermaligen Olympiasieger abgewiesen. Man darf gespannt sein, was im Juni bei der Forderung nach gleichen  Reisebedingungen und gleicher  medizinischer Betreuung herauskommt. Weltfußballerin Rapinoe, von der ich weiß, dass sie nach dem letzten Titelgewinn der Einladung Trumps ins Weiße Haus nicht gefolgt ist, bekräftigte: „ Wir werden niemals aufhören für Gleichberechtigung zu kämpfen“. Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Im ersten Anlauf gab ihnen ein Gericht nicht Recht. Jetzt sind die Fußballerinnen in die Berufung gegangen.

Mit Einladungen hat der Gröpräz ( Trump, größter Präsident aller Zeiten ) zur Zeit Pech. Von Angela Merkel erhielt er zu seiner Einladung zu einem Gipfeltreffen ganz kühl einen Korb. Er, der die Pandemie für die USA für so gut wie gelöst erklärt, bekam von ihr den Bescheid, wegen der Ansteckungsgefahr sei ihr das Risiko zu hoch, jetzt nach Amerika zu reisen. Damit hat sie zweierlei erreicht. Sie hat dem Typen einen Korb gegeben und gleichzeitig subtil deutlich gemacht, dass sein Gehabe zur Verniedlichung von Corona ein Lügenmärchen ist. Diesem Schuss auf die Zwölf ließ der französische Präsident Macron flugs eine Folgerung übermitteln. Wenn nicht alle wichtigen Personen dabei sind, macht das Treffen keinen Sinn. Gröpräz musste erklären, dass das Treffen verschoben werden muss.

Das ist Häme vom Feinsten, wie sie einst die Österreicher Karl Kraus oder Helmut Qualtinger ihrem Publikum – gleichsam als süß-bittere Medizin – verabreichten. Zur Zeit läuft in Österreich ein ähnliches Stück, in dem Fußball Fair Play Regeln ernst genommen werden. Der Linzer ASK als Tabellenführung verliert sechs Punkte zusätzlich einer Geldstrafe von 75.000.- €. Mit erfrischendem Fußball lagen sie drei Punkte vor Abonnementmeister Austria Salzburg. Jetzt liegen sie drei dahinter.

An vier verschiedenen Tagen haben sie eigentlich untersagte Mannschaftstrainings mit Körperkontakt abgehalten. Die Konkurrenz bekam vorher Wind davon. Sie installierte im Rahmen eines unentdeckten nächtlichen Einbruchs eine Kamera, die die Fußballer überführte. Brühwarm wurde das Band als Beweisstück dem Verband vorgelegt. Der Verband reagierte prompt. Linz hat Einspruch erhoben. Es wird spannend sein, wie man die Kuh vom Eis bekommt.

Corona liefert skurrile SlapSticks. In Gütersloh betrat jüngst eine Frau mit Kopftuch und Schutzmaske eine Apotheke, um ein Medikament zu kaufen. Bezahlen wollte sie mit einem 200.-€ Schein. Die Apothekerin legte das hohe Wechselgeld auf die Theke. In dieser Sekunde zog sie blank. Sie hob ihren Rock, unter dem sich nichts weiter befand. Die erstarrte Apothekerin war zu langsam, um sie aufzuhalten, als sie blitzschnell das Geld zusammen raffte und abhaute. Im Film würde ich dem Regisseur diesen Einfall nie abnehmen.

Einen eigenen Weg, der Corona-Krise zu begegnen, hat dagegen der bayerische Wirtschaftsminister Herbert Aiwanger (Freie Wähler) eingeschlagen. Er hat u.a. 70.000 ! Wischmops eingekauft. Die stapeln sich jetzt in den Landratsämtern, weil man nicht weiß, was man mit ihnen anfangen soll. Ich bin gespannt auf seine Begründung. In Spanien wäre die Sache klarer. Dort hätte seine Großtante zweiten Grades einen Neffen, dessen Schwiegervater einen Betrieb zur Herstellung von Wischmöpsen hätte. Aber wir sind ja in Deutschland. Im übrigen empfehle ich, Aiwanger zuzuhören. Mit seinem herrlichen Dialekt ist er an sich schon eine Kabarettnummer, egal zu welchem Thema er sich äußert.

Auch die Mädels und Jungs aus der schreibenden Zunft haben uns die Tage etwas erträglicher gestaltet. So berichten die „Fürther Nachrichten“ vom ruhigen Boxer Robert Wieser, „ der mit dieser Herangehensweise als Boxer 141 von 140 Kämpfen gewonnen hat“. Tagelang habe ich gerätselt, wie das gehen mag. Als einzige Erklärung bleibt mir die Folgerung, dass er in einem Fall auch gleich den Ringrichter umgehauen hat. Oder kann jemand besser rechnen? Dann übersteigt die Meldung der „Schweriner Volkszeitung“ meine Phantasie: „ Julia Voigt ist Mitarbeiterin unserer Verlagsgruppe und Tochter eines 14-jährigen Sohnes“. Ich traue denen im Nordosten ja vieles zu, aber wie die Julia das angestellt hat, vermag ich nicht zu begreifen. Im allgemeinen kommt man höchstens beim Jahresgesundheitscheck beim Hausarzt in die Nähe des „ Deutschen Ärzteblattes.“ Die verlangen eine gymnastische Übung, die mich schlicht überfordert: „ Die Masken dürfen beim Auf- und Absetzen nicht berührt werden.“  Mit den Masken tat sich jüngst auch meine Lokalzeitung, der „Bonner Generalanzeiger“ schwer: „Gäste müssen Mund und Nase beim Betreten und Verlassen des Lokals tragen“. Ich trage Mund und Nase sogar im Lokal.

Im Gegensatz dazu sollten uns aber die Mitbürger Sorgen bereiten, die jetzt gegen das Demonstrationsverbot demonstrieren. Sie sehen nicht ein, dass sie vorübergehend Freiheiten aufgeben müssen. Es interessiert sie nicht, dass möglicherweise ihr Lebensstandard bedroht ist. Sie glauben nicht an die Gefährlichkeit dieses Virus, dessen Bekämpfung sie abstreiten. Ich bin absolut dafür, dass sie dafür demonstrieren und sich anstecken dürfen. Wer aber zahlt die Kosten der folgenden Behandlung? Die zahlt das soziale Netz, das wir gespannt haben. Sie sollten sich eigentlich alle infizieren, um zu begreifen, wie schwachsinnig ihre Haltung ist.

Zusätzlich werden aber noch Beklopptere an die Öffentlichkeit gespült. Es gibt Menschen, die fest die Meinung vertreten, die Erde ist eine Scheibe, weil irgendein FakeNews Produzent so einen Schwachsinn im Internet verkündet hat. Dazu gesellen sich durchgeknallte Verschwörungstheoretiker, Impfgegner, Rechtsradikale, Hooligans, Autonome, Esoteriker  unterschiedlichster Art und 5G Sendemastengegner, die aber gleichzeitig optimalen Empfang für ihre Smartphones erwarten. Erschüttert hat mich ein junger Mann in einer Nachrichtensendung, der erklärt hat, er glaubt den Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Sender kein Wort, er informiert sich nur im Internet. Das muss uns alle elektrisieren. Wir haben vor 100 Jahren schon einmal Rattenfänger durch Deutschland ziehen sehen. Die suchten sich jüdische Religionsangehörige als Schuldige für alles. So etwas scheint sich auch bei uns im aufgeklärten 21. Jahrhunderts anzubahnen. Der Musiker Niedeggen ( BAP ) hat jetzt in aller Öffentlichkeit dazu aufgerufen, dass wir uns gegen diese abstrusen Gedanken von Anfang an entsprechend wehren. Dazu möchte ich meine Leserinnen und Leser hiermit sensibilisieren. Stellen wir uns lieber nicht vor, Frau Gates und ihr Mann Bill wären Juden. Den Shitstorm würde ich ungern erleben.

Frei nach Kant sollte gelten: Handle so, als hänge der Verlauf der Pandemie von Deinem Verhalten ab.

Corona hat verdrängt, dass wir seit 75 Jahren Frieden in Europa haben. Meine Generation hat Krieg noch erlebt. Ich saß unten im Keller, als oben in der Karlsruher Damaschkestraße eine Brandbombe alles zerschlug und in Flammen setzte. Mutige Feuerwehrleute haben meine Mutter und mich gerettet. Generationen von verantwortungsbewussten Politikern haben seither mit einem Netzwerk von Verträgen die Voraussetzungen für Frieden geschaffen. Es ist traurig, dass diese Demonstranten nur ihr kleines Ich in den Vordergrund stellen. Da gleichen sie dem Oberpopulisten Bolsonaro in Brasilien. Dem sterben die Leute weg und er redet von einer leichten Grippe.

Es gibt noch keinen Impfstoff. Als ob wir Pest, Cholera, Gelbfieber, Masern oder Kinderlähmung durch Impfung nicht besiegt hätten, bilden sich jetzt schon wieder Impfgegner gegen Coronaschutzimpfungen, obwohl es den Impfstoff noch gar nicht gibt. Ich bin hier für Impfzwang, um mich selbst vor diesen unsäglichen Dummköpfen zu schützen, wenn ein wirksamer Impfstoff in genügender Menge vorhanden ist. Einmal abgesehen von der Dunkelziffer von Erkrankten, die niemand kennt, gibt es jetzt schon ein hohes Maß an Infizierten.

Bleibt alle gesund!

Siegbert Heid, 01.06.20

Einstimmige Wahl von Paul Lägel zum Direktkandidaten des Wahlkreis 1 Wachtberg

Kreisdelegiertenkonferenz der SPD Rhein-Sieg in Hennef unter besonderen Bedingungen

Der SPD Kreisverband Rhein-Sieg hatte am 30.Mai 2020 in die Mehrzweckhalle Meiersheide nach Hennef zur Delegiertenversammlung eingeladen. Die Kommunalwahlen am 13.09.20 “stehen vor der Tür”, zu wählen waren der Landratskandidat, die Direktkandidaten für die Wahlkreise, sowie die Kreistagsreserveliste.

Die Versammlung fand unter strikter Beachtung der Coronaschutzverordnung NRW statt. Zu danken ist den Organisatoren und den 124 Delegierten für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Die Delegation “der Wachtberger” wurde angeführt vom Parteivorsitzenden Andreas Wollmann, die weiteren Delegierten waren Alina Lägel, Michael Merten, Otis Henkel und Paul Lägel.

Nach einer mitreißenden Bewerbungsrede von Denis Waldästl, dem Landratskandidaten, die von minutenlangem Applaus und von Standing Ovations begleitet war, wurde Waldästl mit überwältigender Zustimmung zum Landratskandidaten der SPD Rhein-Sieg gewählt. Sebastian Hartmann, Bundestagsabgeordneter und Kreisvorsitzender, der die Sitzung leitete, gratulierte dem Kandidaten mit herzlichen Worten zur Wahl.

Paul Lägel, der von der SPD Wachtberg im Dezember 2019 im Rahmen einer Mitgliederversammlung nominierte Kreistagskandidat für Wachtberg, wurde ebenfalls von der Delegiertenkonferenz einstimmig für den Wahlkreis 1, Wachtberg, bestätigt und für Listenplatz 13 nominiert.

Schwerpunkte einer zukünftigen Kreistagsarbeit sind für Lägel die Aufstellung eines Landschaftsplans für Wachtberg, die weitere Forcierung des Breitbandausbaus, Ausbau und weitere Erschließung von Radwegen, weitere Optimierung des öffentlichen Nahverkehrs und gebührenfreie Betreuungsangebote für Kinder und Familien.

Auch in Corona Zeiten: Bürgersprechstunde der SPD Fraktion Wachtberg

Auch in Corona Zeiten: Bürgersprechstunde der SPD Fraktion Wachtberg

Auch in „Coronazeiten“ möchte die SPD Wachtberg und ihre Fraktion den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Anliegen und Fragen zur Verfügung stehen.

Am Donnerstag, den 07. Mai.2020 steht Paul Lägel, SPD Ratsmitglied aus Züllighoven, Kreistagsmitglied und stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Wachtberg, den Wachtberger Bürgerinnen und Bürgern zur telefonischen Bürgersprechstunde zur Verfügung.

Unter der Telefonnummer 02225/9117483 ist Paul Lägel in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr am 07. Mai für die Bürgersprechstunde zu erreichen.

Der Amtsschimmel wiehert

Fehlende Beschilderung an der Umgehung Gimmersdorf soll im Mai erfolgen. Geschwindigkeit auf der L 123 bleibt Thema

Die Antwort aus dem Kreishaus an das Gimmersdorfer Mitglied der Ortsvertretung, Siegbert Heid, kam prompt. Die Beschilderung um die Umgehungsstraße soll jetzt endlich im Mai vorgenommen werden –„ was lange währt, wird dann hoffentlich endlich gut“, spöttelt SPD-Sprecher Dr. Bernd Becker angesichts der nun seit fast einem Jahr fehlenden Beschilderung.
Die Beschilderung an der L 123 zwischen Oberbachem und Berkum in beiden Richtungen sei so vom Straßenverkehrsamt nicht angeordnet worden, erklärt nun dessen Leiter Harald Pütz. „Hätte man vom Kreis gleich die Verwaltung in Wachtberg mit eingeschaltet, wäre dieses Durcheinander erst gar nicht entstanden“, meint das SPD Kreistagsmitglied und stellvertretender Bürgermeister Paul Lägel. So soll es jetzt mit 70 km/h eine durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung zwischen den Ortsteilen Oberbachem und Berkum in beiden Richtungen geben.
Es ist erfreulich, dass jetzt bald etwas geschieht. Andererseits sind 70 km/h an einer Bushaltestelle, die zugleich Schulbushaltestelle ist, nach Meinung der Wachtberger SPD völlig indiskutabel. Straßenverkehrsamt, Landesbetrieb Straßenbau NRW und Polizeipräsidium sind sich einig, dass eine weitere Beschränkung an dieser Stelle nicht erforderlich ist – unverständlich, bedenkt man, dass die L158, also das gesamte Pecher Tal eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h hat, und das bei weniger Anwohnern als entlang der L 123.
Damit kann man als Anwohner mit Enkelkindern nicht einverstanden sein, so Heid. Versetzt man das Schild 50 km/h vor dem Ortseingang Oberbachem um ca. 150 m näher an die Bushaltestelle, dann hätte man einen ersten Schritt zu mehr Sicherheit getan, ist die Meinung der SPD.
„Es wäre furchtbar, wenn es an der Stelle einmal zu einem schlimmen Unfall mit einem Kind kommt“, meint Heid und fügt hinzu, „ gerade Grundschulkinder können Geschwindigkeiten noch nicht abschätzen.“
Die SPD in Wachtberg und im Rhein-Sieg-Kreis wird sich weiterhin um diese Gefahrenquelle kümmern.

Gimmersdorf: Sattelschlepper fahren rückwärts

Nachdem nun zum wiederholten Mal ein Sattelschlepper den Gimmersdorfer Kom-munalweg an der Küche von Siegbert Heid, Mitglied der Ortsvertretung Gimmersdorf, vorbei nach unten manövrierte, wandte er sich jetzt an den Landrat.
„Seit Monaten warten wir auf die fehlende Beschilderung im Umfeld der Umge-hungsstraße“, klagte er und setzte hinzu, „ die Lastwagen fahren von der B 9 kom-mend entweder zu früh in den Kommunalweg oder von Berkum kommend, fahren sie vorbei, weil die Beschilderung fehlt. Das ist auf Dauer unerträglich.
In seinem Brief wies er darüber hinaus den Landrat auch auf die unzulängliche Geschwindigkeitsregelung an der L123 hin. So ist es völlig unmöglich, dass an der Bushaltestelle Kürrighoven, die auch Schulbushaltestelle ist, 70 km/h erlaubt sind. „ Wir bringen die Situation an der Bushaltestelle in die nächste Ausschusssitzung des Gemeinderates, sobald dazu die Möglichkeit besteht“, betont Andreas Wollmann als Fraktionsvorsitzender der SPD.
Bürgermeister Lägel hat als Kreistagsmitglied bereits zugesichert, dass er in dieser Angelegenheit sein Mögliches tun will, um die Lage im Sinne der Kinder zu entschärfen.

Straffe Führung zahlt sich aus

Wachtberg ist gut aufgestellt! In einer Krise ohnegleichen ist es beruhigend, eine Bürgermeisterin am Ruder zu wissen, die die notwendigen Entscheidungen trifft

„Wachtberg ist gut aufgestellt! In einer Krise ohnegleichen ist es beruhigend, eine Bürgermeisterin am Ruder zu wissen, die die notwendigen Entscheidungen trifft“, zeigt sich der Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat der Gemeinde Wachtberg, Andreas Wollmann sehr zufrieden.

Bis auf wenige Ausnahmen zeigen sich die Wachtberger verantwortungsbewusst. Das Kontaktverbot, das von Amts wegen kontrolliert wird, wird eingehalten. Die Bürgerinnen und Bürger wissen, das Rathaus ist kein Papiertiger. Wo Auflagen bestehen, müssen sie eingehalten werden. Das muss logischerweise auch kontrolliert werden, sonst könnte jeder machen, was er will. Diese Kontrollen zeigen ihre Wirkung.
Niemand will ehrenamtliche Arbeit behindern. Aber in einer Gemeinde muss die Bürgermeisterin Prioritäten setzen. Dazu gehört, dass die Lösung der Kernprobleme einfach Vorrang hat. Jeder versteht das. Umso dankbarer ist die Wachtberger SPD denen, die in ehrenamtlicher Arbeit helfen und unterstützen. Dazu gehört der ökumenische Arbeitskreis, die Ehrenamtsbeauftragte der Gemeinde, die Nachbarschaftshilfe in Oberbachem, die evangelischen wie die katholischen Initiativen. Das ist gelebte Solidarität. „Sie sind alle Teil eines Netzwerkes, auf das wir stolz sein können“, betont Wollmann weiter.
Sollten andere Initiativen sich dem Netzwerk anschließen, dann sollten sie zuerst den Kontakt zur Bürgermeisterin und zur Ehrenamtsbeauftragten suchen, um ihren Teil mit einzubringen. Unabhängiges Dahinwursteln ist der gemeinsamen Sache eher nicht förderlich. So ist auch die Wachtberger SPD mit ihrem Hilfsangebot vorgegangen, das über Paul Lägel, Rats- und Kreistagsmitglied aus Adendorf, koordiniert wird.

Der Dank und der Respekt der Wachtberger SPD gilt auch der Verwaltung, die bisher klaglos tausende Überstunden geleistet hat, damit die Krise beherrschbar bleibt. Es ist nicht damit zu rechnen, dass vor dem Sommer eine entscheidende Wende eintreten wird.

„Fachkompetenz im Rathaus haben wir schon. Wir brauchen niemanden, der in dieser Hinsicht das Rad neu erfinden will“, bewertet Wollmann abschließend die Lage.

Der Steilpass im April 2020

Fußball wie auch andere Sportarten hat das winzige Coronavirus zum Erliegen gebracht. Das haben noch nicht einmal die Ultras hingekriegt. Einiges sollte aber doch festgehalten und nicht vergessen werden.

Wegen Corona ist die Fußball-EM auf 2021 verschoben worden. Portugal ist so ein Jahr länger Europameister.

In der Champion’s League hat es Leipzig mit dem 3 : 0 gegen Tottenham unter die besten acht in Europa geschafft. Zuvor hatten sie in London schon mit 1 : 0 gewonnen. Special One (Trainer Mourinho) konnte anschließend nur über seine Verletztenliste klagen.

Dagegen ist Dortmund nach dem 0 : 2 in Paris gegen den Scheichclub ausgeschieden und Trainer Tuchel verteidigte seine Trainerstellung. Wie ernst der französische Club die Partie nahm, zeigten die Verteidigerleistungen von Neymar und Canavaro. Die beiden Stürmer kennen sonst ihre eigene Hälfte nur vom Hörensagen. Ärgerlich sind nur die schauspielerischen Mätzchen von Neymar. Ich dachte, der würde auch einmal erwachsen werden. Das Spiel fand vor leeren Rängen statt. Gleichwohl hörte man die Geräuschkulisse eines vollen Stadions. Die Franzosen hatten das als Hilfsmittel zur eigenen Unterstützung so eingespielt, bis die UEFA dem Vorhaben nach 20 Minuten ein Ende bereitete.

Wie Dortmund ist auch Liverpool nach seiner Niederlage auf eigenem Platz gegen Atlético Madrid aus dem Rennen. Ich wünsche ihnen genügend Substanz, um die englische Meisterschaft zu erringen. Würde die Meisterschaft nicht ausgespielt werden, wäre das eine Katastrophe für den Klopp-Club Liverpool.

In der EuroLeague  mit Wolfsburg (1 : 2 gegen Donezk) und Frankfurt ( 0 : 3 gegen Basel) wird das Ende der Fahnenstange bereits mit dem Hinspiel erreicht sein. Dagegen hat Leverkusen nach dem 3 : 1 Sieg in Glasgow (Rangers) beste Chancen für das Achtelfinale.

Saarbrückens Weg als Viertligist aus der Regionalliga ins Halbfinale des Pokals war sensationell. Mit dem 1.FC Köln, Ingolstadt, dem KSC und nun auch Düsseldorf haben sie Teams aus der 1. und 2. Bundesliga herausgekegelt. Gegen Düsseldorf gelang das nach insgesamt 20 Elfmetern mit 7 : 6. Man erinnert sich an Sepp Herberger. Er begründete das Fesselnde am Fußball, dass man nie weiß, wie es ausgeht. Mit den Bayern, der Frankfurter Eintracht und Bayer Leverkusen im Halbfinale sieht das mit Saarbrücken irgendwie exotisch aus. Die Leverkusener fahren als Nächste ins Saarland.

Dann erreichte das mikroskopisch kleine Coronavirus, dass die Begegnung zwischen Mönchengladbach und Köln ( 2 : 1) als erstes Spiel vor leeren Rängen stattfinden musste.

Beim Spiel des SC Freiburg vs. Düsseldorf 0 : 2 leistete Trainer Streich (SC F.) in seiner Coachingzone Schwerarbeit. Der Rundfunkreporter, der ihn beobachtete, diagnostizierte: „ Der Streich ist jetzt bei 265.“ Es ist erstaunlich, wie er das sehen kann. Da drängt sich doch die Frage auf, wie hoch eigentlich hoher Blutdruck noch aushaltbar ist?

Nach dem Spiel der Freiburger gegen Union Berlin ( 3 : 1 ) sank Streichs Blutdruck wieder auf Normalmaß. So konnte er uns Neues verkünden: „ 36 Punkte sind etwas ganz anderes als 33.“ Stimmt. Er dachte an den Klassenerhalt. Wieder einmal zeigte sich Freiburgs Stärke bei Standards. Zwei Tore fielen, initiiert vom Italiener Grifo (Ein Eckball, ein Freistoß), der listig lächelnd dazu meinte: „ Der liebe Gott hat mir einen guten Fuß gegeben“.  Es gibt Teams wie Werder oder Union, die immer wieder auf Standardsituationen hereinfallen.

In Wolfsburg spielten sich die RedBulls weiter nach hinten. ( 0 : 0 ). Ihr Spiel hatte das Potential, um als homoöpathisches Narkosemittel staatlich anerkannt zu werden.

Die Kumpels des Freiburgreporters von der schreibenden Zunft haben mich ebenfalls sehr beeindruckt. So schreibt ein Schwabe: „ Überraschend hat eine der Leitkühe der Wasserbüffel im Bottwartal (Ldks. Ludwigsburg) ein Kind geboren“, also keinen kleinen Wasserbüffel. Sicher gibt es da schon Patenschaften, wie sie bei Eisbären üblich sind.

Das Orkantief Sabine wirkt immer noch nach. So berichtete die Aachener Zeitung aus Belgien: „ Es kam zu Verkehrsbehinderungen durch auf Bäume gestürzte Straßen“. Ich habe mich beim Straßenverkehrsamt erkundigt. Solche Straßen haben wir hier nicht.

Gut gefallen hat mir auch die Suche eines Mannes aus Bayern: „ Mann, 47 Jahre sucht Wohnung mit einer Frau.“ Der kommt gleich zur Sache und tändelt nicht lange rum. In der letzten Glosse habe ich berichtet, dass im Hessischen immer mehr LKW-Fahrer nüchtern sind und damit Entwarnung beim Aufenthalt dortselbst gegeben werden kann. Nun muss ich das wieder revidieren, denn die Hessisch/Niedersächsische Allgemeine macht auf eine Handballspielerin aufmerksam: „ Hanna von Dalwig ist mit 75 Toten bislang die beste Schützin im Verein.“ Man sollte also doch um Nordhessen herum einen Umweg fahren.

Selbst die „Süddeutsche“ verliert angesichts der CDU-Manöver schon mal den Überblick, wenn sie schreibt: „ AKK soll intern deutlich gemacht haben, dass sie die Abgrenzung von der CDU mit aller Härte durchsetzen will.“ Am 04.03. hat sich bei der Wahl von Ramelow gezeigt, dass einerseits CDU und FDP ihre parteipolitische Unschuld verloren hatten, andererseits die CDU auf den Pfad der Tugend zurück gekehrt ist. Die FDP hat sich währenddessen im Thüringer Landtag wie Rumpelstilzchen selbst unsichtbar gemacht.

Das Coronavirus begann im März alle anderen Themen zu überlagern. Gleichwohl gelang es Putin, den politischen Witz zu bereichern. Er wollte nach je zwei Amtsperioden, dazwischen wegen der Verfassung Medwedew, 2024 nicht aufhören. Schließlich sind die mit der Präsidentschaft verbundenen Privilegien nicht zu verachten. Darum bediente er sich eines Kniffs, der Erdogan mit seiner Verfassungsänderung wie ein Schülerbub aussehen lässt. Er setzte nämlich eine Kommission ein, die die bisherigen Paragraphen in einen Lostopf warf, tüchtig rührte und herauszog. Schwupp die wupp hatte er eine neue Verfassung.

Es blieb einer Dumaabgeordneten überlassen, die noch etwas werden will,  folgerichtig zu schließen, ohne rot zu werden, dass man bei einer neuen Verfassung mit der Zählung der Legislaturperiode wieder bei Eins anfangen könnte. Man stimmt in solchen Einrichtungen, die das Wort Parlament nicht verdienen, natürlich dem Herrscher zu. Man will sich ja nicht unglücklich machen. Und so geschah es. Das ist der perfekte Weg. Will Putin nach zwei Legislaturperioden weiter machen, kommen die Verfassungsparagraphen wieder ins Töpfchen, werden herausgezogen und eine neue Verfassung ist geboren, deren Legislaturperiode – logisch – bei Eins beginnt. Das ist wie im Märchen: Wenn er nicht gestorben ist, dann regiert er weiter seine Untertanen. Russland hat wieder einen Zar.

Den jahrelangen Dopingbetrug der russischen Staatsmacht fand ich schon dreist. Für dieses Manöver muss erst noch ein Begriff gefunden werden.

Wir alle wissen, Deutschland war zweigeteilt, in Aldi-Süd und Aldi-Nord. Vielleicht steckt aber doch mehr dahinter. Als ich die norddeutschen Journalisten Vorderwühlbecke und Opdenhövel verwechselte, waren für mich als Süddeutscher die norddeutschen Namen verwechselbar. Umgekehrt haben die Jungs vom Hamburger „Spiegel.de“ ihr Problem im Süden, wonach das „Trentino nicht …im Risikogebiet Italien liegt.“ Wo soll es denn nach der Vorstellung der Hamburger liegen? Ich gebe zu, dass ein Niederbayernkrimi schon von der Sprache her in Norddeutschland schwere Kost ist. Das „Deggendorfer Wochenblatt“ geht mit dem Versuch der doppelten Verneinung vor den bayerischen Kommunalwahlen noch einen Schritt weiter: „ Listenwahl: Das ist die einfachste Methode, bei der kaum kein Fehler passieren kann.“ Da führte wohl ein CSU-Kandidat dem Journalisten die Feder.

Mitte März wurde sportlich endgültig alles auf Storno gestellt. Mich stimmt es eigenartig nachdenklich, nun auf einmal mit 78 Jahren zum zweiten Mal zur Hochrisikogruppe gezählt zu werden. Eigentlich sind wir alle ein Leben lang eine Risikogruppe. Das sieht man schon an der jährlichen Kraftfahrzeugversicherung. Dort steckte man mich schon länger in die Hochrisikogruppe ( = das dritte Mal) . Dabei gibt es nur zweimal im Jahr einen Kontakt. Die Versicherung schickt mir ihre Rechnung, die regelmäßig höher ist als im letzten Jahr. Vornehm vermeidet sie einen Begriff, der nach Preiserhöhung aussieht. Noch vornehmer schreibt sie, wie alle anderen Versicherungen auch, über eine Gebührenanpassung. Zähneknirschend überweise ich den Betrag, ärgere mich ein paar Tage und vergesse die Dreistigkeit, mich als Hochrisikomensch zu sehen, bis zum nächsten Jahr.

Es gibt Krankheiten, hatte man sie, ist man für das weitere Leben immun dagegen. Ich aber nicht. Ich gehöre zum dritten Mal einer Hochrisikogruppe an. Das ist ziemlich ungerecht.

In der ersten Hochrisikogruppe befand ich mich in den Jahren des 2. Weltkrieges. Als Kind wurde ich von der Wohnung in den Luftschutzbunker und umgekehrt geschleppt, bis eine Brandbombe oben das Haus in Brand setzte, während meine Mutter und ich unten im Keller ausharrten. Es waren unerschrockene Feuerwehrleute, die uns da herausholten. Der ganze Hausstand war weg, Badnerland war abgebrannt. War dann ab 1945 die Gefahr entfallen, durch Bomben oder anderem Kugelhagel ins Risiko zu gehen, so bestand das nächste Risiko darin, etwas zu essen zu ergattern. Hier setzt heute die Kritik meines Freundes Peter ein, der das Nölen von Müttern der jetzigen Generation, dass sie irgendeinen Artikel nicht sofort kaufen konnten, nur schwer ertragen kann. „Was haben unsere Mütter dagegen ausgehalten? Mann war im Krieg oder tot oder in Gefangenschaft, Kinder mussten unter schwierigsten Bedingungen groß gezogen werden und zu essen gab es auch kaum etwas.“ Ich erinnere mich, wie mein Vater, als er aus der Gefangenschaft zurückkehrte, einmal in der Woche Zeitungspapier zurechtschnitt und an einem Haken in der Toilette aufhing. Bei Peter wurde noch mehr recycelt. Ergatterte seine Mutter z.B. Fisch, so wurde dieser beim Kauf in Zeitungspapier eingewickelt und zuhause wurde das Papier anschließend der Verrichtung zugeführt, die ich bereits geschildert habe. Gespielt wurde in Trümmern. Spielzeug hatten wir nicht. Ich weiß nicht, wann ich das erste Spielzeug in Händen hatte, vielleicht mit sechs, 1948. Gespielt haben wir Räuber und Gendarm in den Trümmern und Gebäudekellern der zerbombten Umgebung. In unserem Zuhause damals hatten wir ein Zimmer, da durfte ich eine Tür unter keinen Umständen aufmachen. Man konnte vom vierten Stock an dieser Stelle bis zum Keller sehen. Das Gebäude blieb halbwegs bewohnbar stehen, weil die Bombe, im Keller angelangt, nicht hochging, sondern entschärft werden konnte. Klar, dass ich jeden Tag mindestens einmal in den Abgrund schaute. Jetzt zum zweiten Mal in die Hochrisikogruppe eingeteilt zu werden, finde ich schon hart.

Auf einen besonders fiesen Trick kamen jüngst die Israelis. Sie setzten bereits infizierte Ausländer noch ins Flugzeug, damit sie die los waren. Prompt steckten diese eine deutsche Wissenschaftlerin an, die auf dem Heimflug von Tel Aviv war und zwei Reihen vor ihnen saß. Hoffentlich bekommt das der „Flügel“ der AFD nicht mit.

Ähnlich schäbig verhielt sich Donald Trump. Wegen seiner Wähler und angesichts des desolaten Gesundheitssystems in den USA musste er einen Schuldigen finden. Für ihn ist eindeutig: Schuld an diesem Schlamassel sind einzig und allein die Europäer, die den Virus      „ in großen Klumpen“ eingeschleppt hätten. Ein noch größerer Trottel ist sein Vizepräsident Mike Pence. Der erklärte Europa, mit Blick auf die Millionen Amerikaner, die Europa kaum dem Namen nach kennen, zum „Epizentrum“ dieser Pandemie. Es muss doch einen Ami geben, der weiß, wo Wuhan liegt und ihm dies zeigt. Die überwiegende Mehrheit der US-Amerikaner sind politisch wirklich Volltrottel, aber ein paar intelligente Typen an der Ostküste gibt es m.E. immer noch. Auf die hört man auf dem Land leider nicht.

Es gibt etliche Firmen, die an einem Impfstoff gegen das Virus arbeiten, z.B. die Firma CureVac. Sie gehört der Beteiligungsgesellschaft Dievini. Deren Mehrheitsaktionär mit 80% der Anteile ist Dietmar Hopp. Sind sie erfolgreich, so werden wir im nächsten Jahr von den Ultras getragene Heiligenbildchen mit dem Eigentümer von Dievini in den Stadien sehen, weil er sie vor einem todbringenden Virus bewahrt hat. Ja, das Leben schreibt schon tolle Geschichten.

Erfinderisch sind die Kioskbesitzer auf Fuerteventura. Eigentlich müssten sie ihren Laden dicht machen. Jetzt haben sie entdeckt, dass sie aufhaben können, wenn sie Atemschutzmasken wie Apotheken verkaufen. Leider habe ich noch nicht herausbekommen, über welche Vertriebswege ihnen das gelingt. Der Bundeswehr sind in Kenia Millionen abhanden gekommen. Ob ein Teil den Weg auf die Kanaren gefunden hat?

Das Virus hat auch eine gute Seite. Jetzt ist der unsägliche ESC-Contest (European Song Contest) abgesagt worden. Das ist die absolut überflüssigste Veranstaltung. Einmal habe ich den vorgesehenen deutschen Beitrag gehört. Das pubertäre Gesäusel würde nur zum Fremdschämen reichen.

Siegbert Heid, 02.04.20

Corona, bitte Abstand halten

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die derzeitige Situation macht uns allen Sorgen und verunsichert, denn es geht um das Überleben vieler Menschen.

Nur mit Besonnenheit und nicht mit Panik werden wir die Zeit gut überstehen. Alle Beteiligten kämpfen mit vollem Einsatz gegen die Verbreitung des Virus und kümmern sich um die Infizierten und Erkrankten. Allen die in unserer Gesellschaft sich selbst in Gefahr bringen um uns allen zu Helfen und das tägliche Leben aufrechterhalten gilt unser Dank!

In dieser Zeit ist gerade auch Menschlichkeit, Rücksichtnahme und Vertrauen in Maßnahmen der Verwaltungen jeglicher Ebene wichtig, auch wenn sie uns mangels Detailkenntnis nicht direkt schlüssig erscheinen.

Wir alle erleben und durchleben zur Zeit eine Krise, deren Auswirkungen und Belastungen wir uns noch vor Kurzem nicht hätten ausmalen können. Wir alle sind verunsichert, wie wir mit dem Virus umgehen sollen, welche Maßnahmenwohl richtig und welche falsch sind. Die meisten Menschen sind nicht in der

Lage, das exponentielle Wachstum einer viralen Ausbreitung zu verstehen,geschweige denn, die richtigen Maßnahmen zu akzeptieren. Hier entsteht auch der Wunsch zu helfen und das ist begrüßenswert – aber bitte bedenken Sie, dass hier durchaus auch unter bestimmten Umständen mehr Unheil als Hilfe angerichtet werden kann.

Ich möchte nicht ein Kind von einem ggf. Corona-infizierten Helfer betreut sehen, möchte ebenfalls keinen Helfer von meinem Corona-infizierten Kind anstecken lassen. Auch wenn ich keine Richtlinie des RKI zur Kinderbetreuung irgendwo im Netz ausfindig machen konnte, so habe ich doch durch die vielen Hinweise und Empfehlungen gelernt, dass das Prozedere unbedingt professionell von Fachleuten, Profis strukturiert und umgesetzt werden muss.

Durch Anrufe und Gespräche konnte ich mich davon überzeugen, was unsere Verwaltung hier für einen tollen Job macht, von den „einfachen“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, von dem Leiter unseres Ordnungsamtes bis hin zur Verwaltungsspitze. Unzählige Richtlinien von übergeordneten Behörden, die umgesetzt werden mussten, ständig tagende Krisenstäbe der verschiedenen Ebenen haben dazu geführt, dass unsere Verwaltung unter enormem zeitlichen Aufwand und psychischem Druck verantwortungsvoll diese Krise meistert. Hier ist der Platz für Profis, nicht für Amateure, so gut ihr Ansinnen – im besten Fall – auch sein mag.

Eine ehrenamtliche Betreuung von Hilfesuchenden kann allenfalls und nur eingeschränkt von unmittelbaren Nachbarn aus dem Ortsteil organisiert werden, eine nicht dafür qualifizierte nichtstaatliche Organisation halte ich nicht für zielführend. Unterstützen Sie die Hilfsorganisationen wie ASB, DRK, etc. durch Spenden oder durch Mitarbeit in „nicht gesundheitskritischen Bereichen“, um diese Organisationen zu entlasten. Überlegen Sie sich

Angebote, wie Onlinekonzerte, oder andere kreative Bereiche, Ehrenamt ist gut und wichtig, sie sind das „Salz in der Suppe“ unseres Gemeinschaftswesens. Ich kann den Bedarf vieler Bürgerinnen und Bürger, „Helfen“ zu wollen, durchaus verstehen, aber nicht nur alle(!)auf Bundesebene tätigen Experten, auch die politisch Verantwortlichen aller Ebenen betonen immer wieder, dass die oberste Maxime ist: „Keine Sozialkontakte!“.

Es ist jetzt nicht die Zeit für überflüssige Streitereien. In der aktuellen Krise muss der Fokus auf deren Bewältigung liegen – hier sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, den Verantwortlichen in Verwaltung und im Gesundheitswesen Folge zu leisten und Ruhe zu bewahren.

Daher unterstützt die Wachtberger SPD unsere Verwaltung und die Bürgermeisterin, deren Aufgabe aktuell ausschließlich in der Bewältigung der Coronakrise liegt.

Wer privat Ehrenamtler organisieren möchte – gerne – aber das ist und bleibt seine Privatinitiative. Hier aktuell einen Zwist und persönliche Animositäten in die Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit zu verbreiten, ist aus meiner Sicht nicht nur kontraproduktiv – ich denke, es gibt wirklich aktuell sehr viel wichtigere Dinge.

Andreas Wollmann

Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzender

“Schöllepädche” in Adendorf auf einem guten Weg

SPD begrüßt Schulwegplanung in Adendorf. Zukünftig zwei Zebrastreifen in Adendorf

Mit der Planung des Schulweges in Adendorf können wir zufrieden sein, meint der Vorsitzende des Bau- und Vergabe Ausschusses Dr. Bernd Becker, SPD.
Erfreulich ist, dass es zukünftig zwei Zebrastreifen in Adendorf geben wird. Für die Schüler entsteht ein neuer auf der Höhe der alten Schule. Somit wird der, so autofrei wie mögliche, neue Schulweg über das “Schöllepädche” an der Feuerwehr vorbei und über die Sackgasse “Auf der Hostert” zusätzlich abgesichert. Im Interesse aller Adendorfer Bürger ist jedoch auch, dass der Zebrastreifen auf Höhe der Adendorfer Kirche bestehen bleibt.
Somit hat die Verwaltung, entgegen anderslautenden Vorschlägen, aus anderen Fraktionen und auch der Ortsvertretung, wieder mal eine gute Lösung gefunden.
Die ganze künstliche Aufregung ist verpufft und ein praktisch salomonischer Weg, der den Interessen Aller dient, gefunden.
Wie eine kleine, direkte ” Umfrage ” bei den Schülern ergab, kommen sie mit dem Weg gut zurecht, berichtet Ortsvertretungsmitglied Philipp Willert. Moniert haben die Schüler allerdings tote Mäuse und Vögel, die sich auf dem Schöllepädche fanden. Bis zur endgültigen Genehmigung führt der Schulweg wieder über den alten Zebrastreifen, da sich keine Schülerlotsen für eine Übergangslösung fanden.

Was den Ausbau der K 64 Adendorf – Eckendorf betrifft, so wird wohl noch einiges Wasser den Rhein runterfließen.
Damit dies nicht mehr auf der Fahrbahn, auf Höhe “Escheböhmsche” passiert, und im Winter für überfrierende Nässe sorgt, bat Ausschussmitglied Willert, dies bei der Planung zu berücksichtigen.
Nachdem, auf Betreiben der SPD hin, durch Beschilderung immerhin beidseitig auf die gefährliche Kurve hingewiesen wird, fordert die SPD weiterhin eine Geschwindigkeitsbegrenzung für die gefährliche S-Kurve vor dem Ortseingang , so der Adendorfer Bürger Willert.