Der Steilpass im Dezember

Nach meinen höllischen Schmerzen, die der Ischiasnerv in den rechten hinteren Gesäßmuskel bohrte, bin ich durch Gymnastik und Muskeltraining soweit, dass ich mich wieder normal setzen kann. Was das heißt, weiß ein Moderator des WDR 2. Er stand seine drei Stunden Moderationszeit vor dem Mikrofon, weil das Sitzen aus demselben Grund zu schmerzhaft war. Ich kann jetzt auch besser empfinden, wenn Fußballer sich stundenlang in der „Muckibude“ um den Aufbau ihrer Muskeln quälen.

Gleichwohl gibt es bei der Trainingsquälerei Momente, die unsäglich komisch sind.
An einem Nachmittag trainierte ich neben einer Kleingruppe von drei Damen, die sich kannten. Die eine (A) in meinem Alter (72), die andere (B) einiges jünger, die Dritte kurz vor dem 80.Geburtstag. Dame A einigte sich mit Dame B, dass es angesichts des jüngsten Weltraumunglücks mit einer Rakete, die später Abenteurer in den Weltraum befördern soll, tollkühn sei, sich für eine Reise ins Weltall anzumelden, zumal sie nicht unter 250.000 US-$ zu haben sei. Da schaltete sich die mit Krückstock älteste Dame (C) ein und verkündete allen Ernstes: „ Das ist nichts für mich, ich habe nämlich Höhenangst.“ Ich konnte einen Lachbrüller nur deshalb verhindern, weil ich mich gleichzeitig auf die Verhinderung einer dadurch ausgelösten Flatulenz konzentrieren musste. So eine Story kann man nicht erfinden. Deshalb muss man sie aufschreiben.

Das Hohe Lied auf tapfere Frauen singt man jetzt im Ruhrgebiet. Zwei Vermummte stürmten dieser Tage eine Trinkstube und riefen „Überfall“. Die Verkäuferin rief zurück: „ Wat is – ich geb Euch Überfall ! Ihr kriegt jetzt gleich was auf die Fresse“. Dazu kam es nicht. Die Vermummten flüchteten.

Ein anderer Irrer, Jeffrey Fowle, US-Bürger, wollte in einem Nachtclub der nordkoreanischen Hafenstadt Chongjin eine Bibel hinterlassen. Dort war man so verunsichert, dass die Polizei gerufen wurde, die ihn folgerichtig festnahm. Was soll eine nordkoreanische Prostituierte mit einer amerikanischen Bibel, haben die sich gefragt. Man hat ihn jetzt nach Hause geschickt. Die Amis sollen sich um ihre Irren selbst kümmern.

Und noch ein unfreiwilliger Gag, der nicht verloren gehen darf: Vor kurzem stoppten in Köln vier SEK-Beamte einen Taxifahrer. Wegen eines Amokalarms in einem Gymnasium wollten sie mit ihrem Dienstwagen zum Tatort rasen. Ihr Jeep vertrug aber das Fahren nicht. Er war zwar nicht von der Bundeswehr, blieb aber trotzdem stehen. Deshalb wurde das Taxi „polizeipflichtig“ gemacht. Die € 15,40 hatten sie aber nicht dabei. Hoffentlich hat die Verwaltung das inzwischen ausgeglichen.

Ausgleich von der Bundesliga sucht der BVB in der Champion’s League. Das 4 : 1 gegen Galatasaray qualifizert die Dortmunder vorzeitig für das Achtelfinale. Auffällig wurden nicht nur türkische Hooligans, die Pyromaterial verschossen. Auffällig war auch die Tätowierung eines türkischen Spielers. Er hatte seine Trikotnummer 26 am Hals eingebrannt. Das ist vernünftig. Das ist nämlich die beste Methode, damit man sie nicht vergisst.
Auch Bayer Leverkusen steht nach dem 2 : 1 Sieg in Petersburg vor dem Einzug in die nächste Runde.

Den haben auch die Bayern geschafft. Die römischen Truppen (AS Roma) verloren in Bajuwarien mit 2 : 0. Torwart Neuer war bis auf eine Doppelszene so unterbeschäftigt, dass Belá Rhéthy ihm verständnisvoll bescheinigte: „ Neuer hätte dem erkrankten Robben einen Kamillentee zubereiten können.“ Für die Bayern war das Spiel nicht mehr als eine verschärfte Trainingseinheit.

Ihr Bundesligaspiel gegen Mönchengladbach eine Woche zuvor war ähnlich. Das verführte den Moderator zu einem neuen Wort: „ Das Publikum im Borussia Park ist ein wenig rediert.“ Er meinte wohl sediert. Damit begab er sich auf Rhéthy-Terrain. Unter den Fußballreportern sind ihm die meist falsch benutzten Begriffe aus der Medizin vorbehalten.

Ich will nicht in das allgemeine Loblied über Xabi Alonso einstimmen. Aber es ist doch sehr bemerkenswert, wie unauffällig und kraftschonend er Anlaufstelle im Mittelfeld ist. „Spielen und gehen, spielen und gehen“, sei sein Motto, meinte ein Bewunderer am Mikrofon. Dabei steigerte er sich in der Beschreibung, er sei „Gott der kleinen Dinge und das mit soviel Stil.“

Der 5. Spieltag in Champion’s League und EuroLeague war eine Katastrophe. Alle verloren. Lediglich Mönchengladbach kam mit einem 2 : 2 gegen Villareal nach Hause. Besonders dämlich stellten sich die Leverkusener an. Auf die gleiche Art und Weise wie in Monaco verloren sie nun gegen denselben Gegner erneut mit 0 : 1. Mit einem Torverhältnis von 2 : 1 haben die Monegassen inzwischen acht Punkte !! erzielt.

Dagegen war der 6. Spieltag wieder erfolgreich. Alle 6 Vereine qualifizierten sich für die nächste Runde. Besonders glücklich waren die Wolfsburger in Lille. Sie gewannen zwar mit
3 : 0. Das Ergebnis hätte aber genau so gut 0 : 3 lauten können. Ein schier verzweifelnder Reporter quälte sich zur Aussage: „ Die Wolfsburger laden die Franzosen mit Blumen und Tischkärtchen an die gedeckte Tafel.“

Nach der Auslosung für die Frühjahrsspiele werden sich allerdings die deutschen Teams etwa zur Hälfte verabschieden. Bayern München spielt gegen Schachtjor Donezk, Borussia Dortmund gegen Juventus Turin, Bayer Leverkusen gegen Atlético Madrid, Schalke 04 gegen Real Madrid und in der EuroLeague spielen Borussia Mönchengladbach gegen Sevilla und VfL Wolfsburg gegen Benfica Lissabon.

Gleichwohl bleibt uns der Tanz der Trainer am Spielfeldrand erhalten. Am schönsten sind die Aufführungen von Münchens Guardiola. Seine Soli gleichen denen eines Matadors im Stierkampf. Es fehlt nur noch die Abschlusspirouette auf Zehenspitzen. Der Dortmunder Klopp tanzt völlig anders. Nach einem Tor seiner Mannschaft setzt er zu einer Polka an, an deren Ende seine fiktive Tanzpartnerin tot am Boden liegt.

Viel feiner geht Trainer Gertjan Verbeek auf die Belastung der Trainer ein. „ Ich hoffe, dass ich 90 Jahre alt werde. Dann kann ich sagen: Ich wäre 100 geworden, aber ich war Trainer in Nürnberg.“

Zum Schluss seien noch einige Helden aus der Mathematik zitiert:
GDL-Chef Weselsky: „An einem Streiktag sind 3000 Mitglieder unterwegs. Wenn wir drei Tage streiken, sind das 9000; Aufdruck auf einem Bleistift der Fa. Faber: „ 20 x 20 = 200“;
Auf einem Gutschein der Stadtbücherei Bad Oeynhausen: Kostenlose Monatskarte (3.-€).

Bei allen Lesern bedanke ich mich für ihre Geduld. Allen wünsche ich ein gesundes, friedliches und erfolgreiches 2015
Ihr
Siegbert Heid

Euopäische Kultur

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Europa in Wachtberg Lesung, Gespräche und Gesang

Auf der diesjährigen Kulturveranstaltung der SPD am 13. November im Köllenhof präsentierte die SPD Wachtberg ein durchaus europäisches Kulturprogramm. Eine binationale Lesung mit dem niederländischen Roman- und Drehbuchautor Jac Toes und seinem deutschen Co-Autor Thomas Hoeps, sowie der aus Rumänien stammenden Floria Nica.

Die  Schriftsteller präsentierten ihr neustes gemeinsames Buch, das zeitgleich in deutscher und niederländischer Sprache erschienen ist. In dem von ihnen herausgegebenen Band “Schmugglerpfade” präsentiert das Autorenpaar deutsch-niederländische Schmugglergeschichten verschiedener Autoren, die bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts zurückreichen. Daraus lasen sie die selbst geschriebenen spannenden Geschichten um die Erschießung jüdischer Flüchtlinge im Jahr 1933, sowie eine Geschichte rund um die Demonstrationen in Kalkar aus dem Jahr 1977. Floria Nica, Gitarristin und Sängerin mit rumänischen Wurzeln, präsentierte Lieder von Marlene Dietrich in englischer Sprache gepaart mit Stücken aus ihrer rumänischen Heimat. Zum Abschluss überzeugte Sie das Publikum mit einem musikalischen Experiment, indem Sie mit Alltagsgegenständen, wie Eierschneider und Federn ein Stück moderner Musik darbot.

Wie in den Vorjahren sorgte Nicole Jünger, die Chefin des Buchladens am Neuen Markt in Meckenheim, für einen Büchertisch. In die Rolle des Moderators schlüpfte Dr. Jürgen August Alt, der die Akteure und das Publikum miteinander ins Gespräch brachte.

Kulturveranstaltung am 13. Oktober

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Kulturveranstaltung der Wachtberger SPD am 13. November im Köllenhof

MIT SCHMUGGLERN ÜBER DIE GRENZE

Lesung, Gespräche und Gesang

Auf der diesjährigen Kulturveranstaltung der SPD präsentieren wir Ihnen eine binationale Lesung mit dem niederländischen Roman- und Drehbuchautor Jac. Toes und seinem deutschen Co-Autor Thomas Hoeps. Beide Schriftsteller haben gemeinsam Romane geschrieben, die zeitgleich in deutscher und niederländischer Sprache erschienen sind. Im Köllenhof stellen sie ihre neue Veröffentlichung vor: den von ihnen herausgegebenen Band “Schmugglerpfade” mit deutsch-niederländischen Schmugglergeschichten verschiedener Autoren, die bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts zurückreichen. Aus dieser Zeit stammen auch einige der Lieder, die Floria Nica, Gitarristin und Sängerin, vortragen wird, darunter Lieder, mit denen Marlene Dietrich Erfolge feierte.
Wie im letzten Jahr sorgt Nicole Jünger, die Chefin des Buchladens am Neuen Markt in Meckenheim, für einen Büchertisch. In die Rolle des Moderators schlüpft Jürgen August Alt, der die Akteure und das Publikum miteinander ins Gespräch bringt. Während der Pause besteht die Möglichkeit, Getränke und essbare Kleinigkeiten zu kaufen.

Der Eintritt ist frei

Donnerstag, 13. November 2014 ab 19.30 Uhr

Auf dem „Köllenhof“

Marienforster Weg 14

Wachtberg-Ließem

Der Steilpass im November

Der Steilpass im November 2014

 Gelegentlich werde ich gefragt, warum ich mich so für den Fußball interessiere. Es ist das Irrationale an diesem immer komplexer und schneller werdenden Spiel, das fasziniert. Sepp Herberger formulierte in seiner schlichten Sprache: „ Man weiß halt vorher nicht, wie es nachher ausgeht.“ Gelegentlich gelingt es mir, die „Tiefen auf der Oberfläche“ heraus zu kitzeln. [Max Brod. Er schrieb in der Tradition des „Baderomans“ von Jane Austen, die uns allen bekannt ist, weil Paola, die Frau von Commissario Brunetti in Donna Leons Krimis immer wieder Vorlesungen zu diesem Thema hält.]

Oft gelingt es mir nicht, die Tiefe an der Oberfläche zu erkennen. Ich glaube bei der Person Schweinsteigers im WM-Endspiel ist mir das gelungen – vgl. Steilpass nach der WM. Hinzu kommt mein Spaß an den schöpferischen Formulierungsleistungen deutscher Sportreporter. Wer Sebastian Kehl als „Balleroberungsmonster“ begreift und das Klopp-System der frühen Balleroberung für einen Fußballer für so kompliziert hält, dass „einer wie Immobile schon länger als ein halbes Jahr braucht, um das zu kapieren“, [ nach Meinung des Reporters] der liefert auch weiterhin sprachliche Apercus.

„ Landauer – Der Präsident, der Mann, der den FC Bayern erfand“ wurde als Film am 15.10.2014 im „Ersten“ gesendet. Auf Initiative des Bayern-UltraFanclubs „Schickeria“ porträtierte man den früheren Präsidenten des FC Bayern München. Er war als Jude Präsident der Bayern 1932, als das Team zum ersten Mal Deutscher Meister wurde. Dann wurde er unter den Nazis aus dem Amt gedrängt, kam 1938 in das KZ-Dachau. Er konnte in die Schweiz fliehen, während seine Familie von den Naziverbrechern umgebracht wurde. Nach dem Krieg kehrte er zurück und legte den Grundstein, damit sich der FC Bayern zu einem der erfolgreichsten europäischen Clubs entwickeln konnte. Es war ein hochwichtiger Beitrag zum Verhältnis von Fußball und Politik unter dramatischen Umständen und nicht nur mit grinsenden Politikern in der Umkleidekabine der Nationalmannschaft.

Nicht weniger wichtig ist eine Initiative in Dortmund. Dort wird von der Intiative „Ein Dach für Fans“ und Fanclubs aktiv gegen Rechtsextremismus gearbeitet. U.a. wird das frühere Konzentrationslager Auschwitz besucht. Das sind politisch ungemein wichtige Aktivitäten. Man erkennt: Die Ultras in Vereinen wie Bayern oder dem BVB interessiert nicht nur, dass das Runde in das Eckige kommt.

Es war kein Reporter, sondern der frühere Nationalspieler Horst Hrubesch, der nach dem 1 : 0 des HSV in Dortmund uns aufklärte: „ Das war für den HSV der Brustlöser.“ Ich dachte bisher eher an Salbei oder Holunder als Hustenlöser. Aber da ist der Horst schon weiter. Man liest gelegentlich, Tore haben für Fußballer eine therapeutische Wirkung. Es bedurfte der Heilkunde von Sportkamerad Horst, dass das auch für die Brust gilt.

( Bitte im badischen Dialekt lesen) „ Gegge Gibraltar awwer gewinne mir scho“, erklärte Jogi Löw treuherzig nach dem 1 : 1 gegen Irland. Was war passiert? Man traf einmal mehr das Tor nicht und spielte gegen 11 Iren im Strafraum, als ob „ein Tau durchs Nadelöhr“ müsste, wie der RTL-Kommentator meinte. Der Ausgleich der Iren mit der letzten Aktion in der Nachspielzeit ging mit einer kompletten Desorientierung der deutschen Abwehr einher. Die RTL-Sprache, die ich bisher nicht kannte, macht neugierig. „ Nachdem der Toni ein Kind bekommen hat, ist er erwachsener geworden“, kommentierte der Reporter nach seinem Tor zum vorübergehenden 1 : 0. War unser Toni noch Jugendlicher, als er die Grundlage für das Ereignis geschaffen hat ? Hat jetzt der Toni Kroos ein Kind bekommen oder seine Lebensgefährtin ? Woran lässt sich bei einem Tor erkennen, dass einer erwachsener geworden ist. Ich sehe, ich muss noch viel lernen.

Dann überraschte mich der Sprecher mit der Bemerkung: „ Die irischen Fans machen Kapelle“. Er wollte damit sagen, dass die Fans ihre Mannschaft unterstützen. Das ist wohl abgeleitet aus der SMS – Sprache wie „Alles gut?“ oder „Hast Du Rücken ?“ Dieser Entwicklung will ich nicht folgen.

Dabei ist es zur Zeit so, dass andere Größen im Fußball wie Spanien, die Niederlande oder Italien ebenfalls schwächeln. Italien gewann mit Ach und Krach 1 : 0 gegen Malta, Spanien verlor 2 : 1 gegen die Slowakei, die Niederlande 2 : 0 gegen Island. „Briefträgerfußball“, schrieb De Volkskrant dazu, ohne zu erklären, was gemeint ist.

„ Die Polen schmelzen“, meinte meine Mitzuschauerin etwas eigenwillig, angesichts der polnischen Begeisterung nach der deutschen 2 : 0 Niederlage in Warschau.

Nach der Niederlage gegen Italien im Halbfinale der Europameisterschaft 2012 ist das Stadion endgültig nichts für uns.

Eine polnische Zeitung stufte den Sieg sogar als wichtigsten Sieg nach der Schlacht von Tannenberg ein. 1410 besiegte das Königreich Polen zusammen mit dem Großherzogtum Litauen den Deutschen Orden. Es war eine der größten Schlachten zwischen mittelalterlichen Ritterheeren. So hoch wurde der Sieg im Fußball in ganz Polen eingestuft.

Dabei hatten sich in jüngerer Vergangenheit bei Qualifikationsspielen zu internationalen Meisterschaften ( Europa-Weltmeisterschaften) die Polen gegen Deutschland bereits im Basketball, Volleyball und im Handball durchgesetzt.

Die deutschen Fußballer konnten mit ihren vielen Chancen in diesem Spiel einfach nichts anfangen. Da half auch die Bemerkung des Reporters wenig weiter: „ Der Müller hat einen gewaltigen Bumms.“ Hier möchte ich aber die in der Fußballersprache nicht so bewanderten Damen vor einer voreiligen Schlussfolgerung bewahren. Bei der Umwandlung des Substantivs in die Verbform würden sie sich in einen nicht bestätigten Bereich begeben.

In der Bundesliga geht es indes weiter. Bayer Leverkusen hat in Stuttgart ( 3 : 3 ) eine Halbzeit phantastischen Fußball gespielt. Beim dritten Tor durch Bellarabi meinte der Rundfunkreporter: „ Die [Stuttgarter] Abwehr verhielt sich wie beschwipste Schüler auf Klassenfahrt“. So verhielten sich auch die Abwehrspieler des AS Rom im Champion’s League Spiel gegen den FC Bayern ( 1 : 7 ). Der deutsche Reporter fragte nach dem dritten phantasievoll heraus gespielten Bayerntor: „Wo sind die Römer? Die sind nicht da.“ Irgendwo waren sie dann doch. Sonst hätte kein Spiel stattfinden können. Insgesamt kam er zum Resumé: „ Der FC Bayern hat die große Roma an die Wand genagelt.“

Nicht minder farbig unterhielt uns der Reporter über das Spiel Schalke vs. Sporting Lissabon ( 4 : 3 ). Nach einem Platzverweis kombinierte die für Sporting auf 10 Personen reduzierte Truppe sehr gekonnt und hart. „ Sie treten wie die Bürstenbinder“ meinte Reporter Fuß. Hat die schon jemand treten sehen ?

Das 2 : 1 durch Huntelaar begleitete er mit dem Hinweis, dass „ H. mit der Fingerkuppe möglicherweise im Abseits stand.“ Beim 3 : 1 der Schalker gelang ihm einmal mehr ein weiterer Nonsens-Satz, der bei ihm in keinem Spiel fehlen darf: „ Da kam der Verteidiger nicht rechtzeitig aus dem Sattel.“ Beim Ausgleich der Gäste zum 3 : 3 geriet er in Rage. „ Am Pfosten stehen zwei Portugiesen blank. Das darfst Du keinem erzählen.“ Sie standen nicht blank. Sie waren ordentlich angezogen. Das 11-m Tor zum 4 : 3 für Schalke war kurios. In der 93. Minute sprang im Strafraum der Gäste der Ball an den Körper eines Gästespielers. Der Schiedsrichter ließ zunächst weiter spielen. Dann unterbrach er und zeigte auf den Punkt. Für den Torrichter, der am nächsten stand, war das Handspiel. Tatsächlich sprang der Ball dem Spieler aber an den Kopf. Nun hatte der Reporter ein Problem. Wie sollte er das seinem Publikum erklären ? „ Der Torrichter hatte ein Wahrnehmungsproblem.“ Das war eine schöne Untertreibung. Über diese Trottel an der Torlinie habe ich mich ja auch schon öfters aufgeregt. Es gibt bei den Spielen immer mehr davon, ohne dass die Schiedsrichterleistungen besser würden.

Der BVB hat seinen Genesungsurlaub von der Bundesliga mit dem 4 : 0 Sieg bei Galatasaray Istanbul genutzt. Für mich herausragend war Gündogans Vorarbeit zum vierten Tor. Er ließ die halbe Abwehr durch eine unglaubliche Körperdrehung wie Tölpel ins Leere laufen. Seinen zentimetergenauen Pass auf Ramos nutzte derselbe gleich nach seiner Einwechslung zu seinem nächsten Tor in der Champion’s League. Herausragend war auch die Leistung von Sven Bender. Er nahm den niederländischen Weltklassestürmer Wesley Sneijder völlig aus dem Spiel.

Nach dem 2 : 0 von Bayer Leverkusen gegen Zenit St. Petersburg war der deutsche Erfolg aller vier Vereine in der Champion’s League das Ergebnis, das es festzuhalten gilt. Dazu gewannen Mönchengladbach und Wolfsburg in der Euro-League ihre Spiele. Mit dem Nageln haben es zur Zeit die Reporter: „ Die Wolfsburger nagelten Krasnodar auseinander.“

Wie das gehen soll, hat er nicht erklärt. Man kann also etwas zusammen wie auseinander nageln. Es gibt noch eine dritte Variante. Günter Ücker (Gruppe Zero) nagelt formenreich Bilder. Schön war auch des Reporters Hinweis auf Hugo Lopez: „ Im Buch über das Fußball ABC muss unter Fußballkunst diese Szene rein, wie ein Übersteiger nicht geht.“ Lopez stieg zwar über den Ball und ließ denselben einen Meter hinter sich. Sechs Siege in den europäischen Wettbewerben gab es zuletzt Ende 1989.

Spätestens nach dem 7 : 1 in Rom stellt sich die Frage, ob man ein Ergebnis verwalten kann. Am abgeklärtesten können das die Bayern. Nach dem 5 : 0 schalteten sie auf Stand-by-Modus. Dann erzielte der Gegner ein Tor. Das hätten sie besser bleiben lassen sollen. Die Bayern kurbelten das Tempo wieder an. Roma kassierte für diese Aufmüpfigkeit zwei weitere Tore. Schalke und Dortmund können es nicht. Wolfsburg kann es und wird in der nächsten Saison wie Mönchengladbach in der Champion’s League spielen. Bei Leverkusen bin ich mir nicht sicher.

In der Bundesliga kann Dortmund zur Zeit nichts verwalten, weil sie einem Rückstand wie jüngst gegen Hannover nachlaufen und bei besten Chancen das Tor nicht treffen.

„ Fußballer spielen Fußball, um die Dinger rein zu machen. Aber das machen die Dortmunder nicht“, meinte ein fast verzweifelter Rundfunkreporter. Götze und Lewandowski spielen bei Bayern mit, sie sind vielleicht etwas mehr als reine Mitläufer. Ihr Fehlen bei Dortmund ist dort tatsächlich eine entscheidende Schwäche.

Das zeigte sich beim 1 : 2 des BVB in München. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Hummels war der eingewechselte Unglücksrabe Subotic an beiden Gegentoren beteiligt. Da halfen die Weltklasseparaden von Weidenfeller nicht mehr. Gleichwohl war es eines der besten Spiele der Saison. Dortmund befindet sich z.Zt. in einer „Ergebniskrise“, nicht in einer Krise im Spiel. Drücken wir die Daumen, dass sie sich davon befreien können.

Der „clasico“ in Spanien zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona 3 : 1 war einmal mehr ein Hit. Zwei Systeme prallten aufeinander. Die kompakte Hintermannschaft um Toni Kroos als Anführer baute auf drei superschnelle Stürmer wie Benzema, Ronaldo und Isco. Die konnten von den inzwischen in die Jahre gekommenen Katalanen kaum aufgehalten werden.

Dagegen klappt das schnelle Kurzpassspiel der Barcelonesen nicht mehr. Neymar schoss zwar ein Tor, wurde dann nicht mehr gesehen wie Beisser“ Suarez während des ganzen Spiels. Hatte Messi drei Madrilenen umspielt, klaute ihm der vierte, Sergio Ramos, dann den Ball oder Marcelo ahnte den Pass, den er spielen wollte. Die Einwechslung von Nationalspieler Pedro aus Gran Canaria änderte daran nichts. Der spanische Reporter vergaß nicht, bei Pedro stets „ el Canario“ hinzuzufügen, so als ob man bei Toni Kroos von Toni als dem Mecklenburger sprechen würde. In Spanien wird es wieder spannend in der Meisterschaft. Jetzt hat Barca 0 : 1 gegen Vigo verloren und reiht sich aktuell als Dritter hinter Real und Atletico aus Madrid in der Tabelle ein.

Siegbert Heid, 02. November 2014

Steilpass im Oktober

Der Steilpass im Oktober 2014

Leverkusens 1 : 0 beim Auswärtsspiel in Dortmund nach 9 Sekunden war auch die Woche danach in aller Munde. Tatsächlich haben investigative Fans herausgefunden, dass jetzt auch vor kurzem die Geislinger ( Schwäbische Alb-Kreisliga) bereits nach 8 Sekunden erfolgreich waren. Im WDR gab es  eine Abfrage, was die Zuhörer alles in 9 Sekunden tun könnten. Die schönste Rückmeldung war: „ Ihre dämliche Sendung abschalten“!

Wir können uns wieder auf herrliche Reporterpirouetten freuen. So war für einen aus der Zunft Firminhos Tor zum 1 : 0 für Hoffenheim in Bremen (2:2) „ ein Tor wie ein Gemälde“.

Auf dem Weg in Richtung Zero vermutet dagegen ein Kollege den HSV „das ist wenig mit der Tendenz zu nichts“. Jüngst hat der „Kicker“ den Tabellenletzten sogar aus der Tabelle gestrichen (ein Versehen) und sie mit 17 Vereinen ohne den HSV gezeigt. Vielleicht geht es mit dem neuen Trainer Zinnbauer jetzt aufwärts ?

Aufgrund unserer Florenzreise hatte ich das Qualifikationsspiel Deutschland – Schottland nicht gesehen. Unser Hotel hatte nur ARD und ZDF. Nach Presseberichten habe RTL aus dem Spiel eine Werbesendung für alle möglichen Produkte gemacht. Der geldgeile DFB hat da hoffentlich kein Eigentor zu Lasten des Sportes geschossen. Mario Gomez wollten wir uns aber nicht entgehen lassen. So waren wir beim ersten Heimspiel der Fiorentina vs. Genua

( 0 : 0 ) im Stadion. Beide Teams verteidigten mit Fünferkette, so dass sich die Spannung in Grenzen hielt. Mario trabte sichtlich entspannt rauf und runter. Bis zu seiner Auswechslung in der 56. Minute ist er bei wohlwollendster Beurteilung höchstens 1,5 km gelaufen. Man muss Mario heißen, wie einst Mario Basler, dass einem diese Lauffaulheit nicht übel genommen wird. Dessen damaliger Trainer Beckenbauer urteilte über seinen lauffaulen Spieler nach einer Begegnung im Winter: „ Das Wichtigste ist, dass Mario auf dem Platz nicht erfroren ist.“ Das wohlwollende Publikum in Florenz dagegen verabschiedete Gomez sogar mit Beifall.

Diese Gelassenheit hat auf mich abgefärbt. Insofern bin ich Mario unendlich dankbar. Anderntags verließ ich nämlich mit der Dame an meiner Seite nach gefühlten drei Stunden einen Florentiner Damenschuhsalon. Normalerweise muss ein Mann mit Herzrasen und unkontrollierten Schweißausbrüchen nach einem derartigen Stresstest unverzüglich erster Hilfe zugeführt werden. Locker und entspannt, über mich staunend, verließ ich aber den Salon ohne Bluthochdruck und Herzinfarkt. Mario hat geholfen.

Gleichwohl ist ein Besuch von Florenz und der Toskana in dieser Jahreszeit nicht zu empfehlen. Ungezählte Gruppen von ca. 50 Personen blockierten die Gehwege. Dabei hielt ein Bärenführer immer einen Gegenstand in die Luft. Das konnte ein Fähnchen oder ein Regenschirm sein. Am Originellsten fand ich den, der mit einer gelben Badeente, die wir seit Loriot kennen, voranschritt. Dieser Touristenandrang scheint auch die Logistik von Transportunternehmen in Bedrängnis zu bringen. In Livorno wollte ich den Bus bezahlen. Das ging aber nicht, weil dem Fahrer die Fahrscheine ausgegangen waren. In Pisa erschien auf dem Display des Fotoapparates der schiefe Turm gar nicht so schief, so als ob der Apparat die Schieflage automatisch korrigieren würde. Hält man aber die Kamera ausreichend schief, bekommt man ein schönes Gefälle rein und damit einen schönen schiefen Turm. Von da an wurde ich Scherzkeks genannt.

 

Kekse scheinen vielfältig verwendbar. Zum Dortmunder Spiel vs. Arsenal ( 2 : 0) in der Champion’s League zeigte Borussia Dortmund, was Teamgeist heißt. Insofern kann ich die Reportermeinung nicht teilen: „ In der ersten Hälfte war das BVB-Spiel ein trockener Keks.“ Eine kompliziertere Pirouette führte sein Kollege beim Spiel Monaco vs. Leverkusen ( 1 : 0 ) vor: „Die Monegassen sind wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Dann ist der Krawattenknoten aufgegangen“. Diese zeitliche Reihenfolge finde ich grundsätzlich originell. Die Nummer mit dem geplatzten Krawattenknoten könnte auch für eine Dame mit gehobenem Anspruch durchaus nicht ohne Reiz sein.

Am ersten Spieltag der EuroLeague hatte man in Mönchengladbach wie Everton eine Diskussion über Elfmeterentscheidungen. Beim Spiel Mönchengladbach vs. Villareal ( 1 : 1 ) gab es im spanischen Strafraum ein Handspiel. Der Linienrichter hob auch die Fahne, der Schiedsrichter schritt in Richtung 11-m-Punkt. Dann stoppte er, weil der Torrichter anderer Meinung war. In der Zeitlupe wurde der klare Elfmeter bestätigt, um den Mönchengladbach betrogen wurde. Andererseits war das Unentschieden gegen die viel besseren Spanier schmeichelhaft. Das 1:0 durch Hermann begleitete der Reporter mit dem herrlichen Satz: „ Aus dem schwachen linken Fuß wird auf einmal das Schokoladenbein.“

Beim Spiel Everton vs. Wolfsburg ( 4 : 1 ) stand es 2:0, als Wolfsburgs Sturm und Drang Phase in der zweiten Halbzeit begann. Dann aber gab es eindeutig vor der Strafraumgrenze das Foul eines Wolfsburger Spielers. Der Schiedsrichter verlegte dieses Foul in den Strafraum – eine deftige Benachteiligung der Werkstruppe aus Wolfsburg. In gerader Linie zur Stelle des Foulspieles stand ohne Sichtbehinderung der Torrichter. Warum dieser Trottel nun seinerseits nicht eingriff, bleibt mir ein Rätsel. Das dritte Tor war dann die Entscheidung. Über weitere Ausfälle der Wolfsburger schweigt man besser. 26 Mal schoss Wolfsburg immer genau dahin, wo der Torwart stand. Bei 12 Torschüssen war Everton viel effizienter. Bei soviel Harmlosigkeit höchstbezahlter Profis, sind m.E. kostenpflichtige Verwarnungen angesagt.

Ich bleibe dabei : Fußball ist großes Theater.

 

Da erobert nach vier Spieltagen der SC Paderborn die Tabellenspitze. Keiner widersprach, als die Experten ihn mit der Garantie zum Abstieg kennzeichneten. Aber die Spieler, die vorher anderswo aussortiert wurden, blühten unter dem vor wenigen Jahren arbeitslosen Trainer Breitenreiter auf. Er lehrt den Etablierten das Fürchten. Ein Bonner Sportjournalist schreibt dazu ganz ehrlich: „ Wer das am Saisonanfang vorhergesagt hätte, der glaubt auch daran, dass Zitronenfalter Zitronen falten.“ Dazu gehört auch das Tor des Paderborners Stoppelkamp aus 83 Metern. Früher als Chancentod etabliert, gelang ihm ein Volltreffer in die Fußballhistorie. Die Bayern haben Paderborn jüngst auf Normalmaß gestutzt. Gleichwohl bleibt die Erkenntnis, dass Teamgeist von soliden Fußballern fußballerische Lücken schließen kann.

 

Ein weiterer Kracher war die Interpretation von Handspiel durch Schiedsrichter Markus Schmidt im Spiel Schalke vs. Eintracht Frankfurt ( 2:2 ). Dies ahnend meinte vor Spielbeginn der WDR2 Moderator Sven Pistor: „ Schalke 04 ist der Verein für Anhänger mit manisch-depressiver Persönlichkeitsstruktur“. Drei Platzverweise ( zwei gegen S04, einer gegen die Eintracht) sorgten für die Grundstimmung. Darauf baute sich die Stimmung auf, als mit einer Bewegung zum Ball ein Schalker einen Regelverstoß unternahm, der nicht zu einem Elfmeter führte. Umgekehrt bekam beim Fallen ein Frankfurter aus kürzester Entfernung einen Ball an die Hand geschossen, der zum Elfmeter für Schalke führte. Trainer verlieren da schon einmal die Contenance. Hinzu kam in zwei Spielen eine geradezu gegensätzliche Auslegung, was „passives Abseits“ ist und was nicht. Darauf auch noch einzugehen, würde zu weit führen. Beim 1 : 1 gegen Maribor (Slowenien) wurde Pistors Einschätzung bestätigt.

Für die Nachspielzeit in Freiburg vs. Hertha BSC Berlin ( 2: 2 ) hätte es einen Topzuschlag geben müssen. Freiburg führte 2 : 1 nach 90 Minuten und das auch nach den angegebenen vier Minuten danach. Der Schiedsrichter ließ munter weiter spielen. In der 96. Minute gab es für Berlin dann noch einen Freistoß. Vom Schiedsrichter ungestraft behinderte der Berliner Heitinga Freiburgs Torhüter beim Stellen der Abwehrmauer. In diese Abwehr dirigierte Herthas Torhüter Kraft einige seiner Mitspieler, um das Bollwerk zu durchlöchern. Da gab es Gerangel ohne Ende. Der Schiedsrichter ließ das ungerührt zu. Der danach abgefälschte Schuss landete zum Ausgleich im Freiburger Tor. Freiburgs Trainer Streich, mit seinen Nerven am Ende, sagte nur noch völlig erschöpft: „ Ich hoffe, dass ich so etwas nie mehr erleben muss.“

Es hilft alles nichts. Das Spiel ist so schnell und kompliziert geworden, dass nationale und internationale Fußballverbände in die Ausbildung der Unparteiischen investieren müssen. Was nützen Blindgänger als Linienrichter oder als Torrichter, die dem die Verantwortung tragenden Hauptschiedsrichter eher hinderlich sind. Dass jüngst ein unkorrektes Tor nur deshalb anerkannt wurde, weil die Sprechverbindung ausfiel, sei nur der Vollständigkeit hier vermerkt.

Das große Theater Fußball wäre allerdings nicht vollständig ohne die Akrobaten des Wortes am Mikrofon. Eine „Kaffeefahrt mit Heizdeckenverkauf“ war nach dem Reporter die Fahrt des SV Werder Bremen nach Augsburg. Dort verlor man 4 : 2.Sein Kollege fragt beim Spiel VfB Stuttgart vs. Hoffenheim ( 0 : 2 ): „Was machen die Stuttgarter Stürmer zur Zeit eigentlich beruflich ?“

Bizarr war das Spiel der Bayern in Moskau. Sie gewannen 1 : 0 im leeren Stadion. Wegen rechtsradikaler rassistischer Äußerungen hat die UEFA die Russen ausgesperrt. Warum sie auch gleich die Münchener Fans mit ausschloss, bleibt das Geheimnis der Funktionäre.

Freude außerhalb des Fußballs bereiten auch die Bonmots aus den Bereichen Umgang mit der Sprache oder mit Zahlen, Geographie oder Mann mit Frau und umgekehrt.

Einige Beispiele:

Aus der FAZ: „ Vor vier Jahren haben insgesamt 44 Milliarden Zuschauer die Spiele in Südafrika verfolgt. Rekordverdächtige Einschaltquoten lassen nun noch mehr Fans erwarten.“ Der nächste FAZ-Gag folgte sogleich: „ Mehr als die Hälfte der Milliardäre hat ihr Vermögen selbst aufgebaut, vier Viertel zumindest teilweise.“

Da waren offensichtlich keine klugen Köpfe dahinter. Wo sind diese Friteusentaucher zur Schule gegangen ?

Der Landesbund für Vogelschutz plakatierte in Nürnberg: „ Mitvögeln wird Nürnberg lebendiger.“ Da haben sie ohne Zweifel recht.

Die Thüringische Landeszeitung weist auf die Frankreichreise ihrer Leserin hin. „Es war sehr beeindruckend, am Meer zu stehen, sagte J.L., die vom Strand des Pazifischen Ozeans begeistert war.“ Nicht so weit ging es für die Rheinische Post. Für den Stadtdirektor geht es in den Norden. „ Wir machen eine Nordseetour. Erst eine Woche Sylt, dann eine Woche Rügen.“ Geographie muss wieder Hauptfach werden.

 

Dortmund und Leverkusen liegen auf Kurs. Gelingt es Schalke, nicht nur im Ruhrderby gut zu spielen, dann kommen sie auch wie die Bayern, der BVB und Leverkusen ins Achtelfinale der Champion’s League.

 

 

Siegbert Heid, 2.10.2014