Jugendratswahl in Niederbachem

Jugendsratswahl in Niederbachem

am 15.März 2015 finden die Jugendratswahlen in Niederbachem in der Zeit von 15.00 bis 18.00 in den Räumen des Jugendtreffs, Mehlemer Straße 3, Niederbachem statt. An diesem Tag wählen alle Niederbachemer Jugendlichen zwischen 13 und 22 Jahren ihre Vertreter für den Jugendrat der Gemeinde Wachtberg.

Es stehen fünf Kandidatinnen und Kandidaten zur Auswahl, nämlich:

  1. Leonard Gerschel
  2. Emily Keegan
  3. Fabian Langen
  4. Nicolas Reichartz
  5. Paul Wollmann

Von 15.00 – 15.30 Uhr stehen die fünf Kandidatinnen/Kandidaten für eine kurze Vorstellung zur Verfügung, anschließend kann, mittels Stimmzettel bis 18.00 Uhr kann gewählt werden.

Plakat1

Der Steilpass im März

Die Bundesliga begann 2015 mit einem Paukenschlag. Der unbezwingbar scheinende FC Bayern München verlor verdient sang- und klanglos mit 4 : 1 in Wolfsburg. Trainer Pep Guardiola schaute so traurig drein, trauriger kann man einfach nicht schauen. Dazu sahen sich die Bayernspieler immer wieder kopfschüttelnd an. Der Vorwurf gegenüber den jeweils anderen war geradezu körperlich zu spüren. Victor Agali, früherer Spieler von Schalke 04, kennt diese Situation. „Fußball ist eigentlich ganz einfach“, meinte er, „ man muss nur seine Kollegen verstehen.“

Zurück zu Guardiola. Bei der anschließenden Pressekonferenz fixierte er mich geradezu und sprach den fundamentalen Satz: „ Wenn Du glaubst [ also ich ] Fußball ist einfach, dann musst Du wissen, dass Fußball nicht einfach ist“. Mensch Pep, wenn Fußball einfach wäre,  würde es keine Erklärungen mehr dazu geben, und ich hätte nichts zum Schreiben.  Und jetzt versuche ich, die philosophische Tiefe Deiner Aussage zu ergründen.

Alles Fuchteln und Dirigieren an der Außenlinie half nichts. Allerdings verzichtete er zu meiner Enttäuschung auf die Darbietung einer seiner Tänze. Trainer Klaus Augenthaler, als Spieler Weltmeister von 1990 hat erklärt, wie man sich in einer derartigen Situation fühlt:

„ Spieler sind wie kleine Kinder. Wenn ich meiner Tochter fünfmal etwas sage und sie macht es nicht, kann ich sie auch nicht ins Heim stecken.“

Reporter Gottlob war hin- und her gerissen. Er meinte nach einer klaren Chance, die die Bayern kläglich vergaben: „ Es klappt nichts, zwei Meter vor der Torlinie. Den macht er (Lewandowsky) normalerweise barfuß – mit Augenklappe“. Dagegen gelang den Wolfsburgern alles. So schoss z.B. Caliguri eigentlich einen Ball in Richtung Mittellandkanal. Plötzlich änderte sich dessen Flugbahn und flatterte am verblüfften Neuer vorbei ins Tor zum 2 : 0.

Mit einem Hinweis auf Trainer Heckings Verhalten gab uns Gottlieb allerdings ein Rätsel mit auf den Weg, indem er erklärte, „ als Zeichen der Versöhnung ( mit Spieler Hunt) hat er ihn auf die Tribüne gesetzt“. Ich könnte mir vorstellen, dass Spieler Hunt das genau anders rum sieht. Man sieht, Fußball bietet so viel zum Nachdenken, da hat Alzheimer gar keine Chance. Man muss nur aufmerksam genug sein.

Schießt der FSV Mainz zuhause ein Tor, dann ertönt das ganze Jahr über der „Narhallamarsch“ der rheinischen Karnevalisten. Nun wollte Köln als ebensolcher  Karnevalsverein nicht zurück stehen. Der FC-Vorstand beantragte die Aufnahme in das Festkomitee Kölner Karneval von 1823. Bürgen konnte er en masse anführen. Als Eignungsbeleg sah man in der Zeitung ein Foto mit Spieler, die im Training als Clowns zu sehen waren. Das war eher peinlich, spielte aber bei der Entscheidung keine Rolle. Markus Ritterbach ist Vizepräsident des FC und Präsident des Festkomitees. Trotz waschechtem Kölschen Klüngels ( Man kennt sich, man hilft sich) hat es aber erst zum Status des fördernden Mitgliedes gereicht. Das wird sich sicher bald ändern.

Das Spiel der Freiburger gegen Eintracht Frankfurt ( 4 : 1 ) war aufregend. Die spielerisch bessere Eintracht führte zunächst. Die Freiburger drehten aber mit letztem Einsatz das Spiel dann doch. Nach dem dritten Freiburger Tor meinte der aus dem Häuschen geratene badische Reporter im Rundfunk: „ Noch 1 Tor und ich fall um“. Die Freiburger schossen das in der 88. Minute. Über die letzen Minuten berichtete er folgerichtig im Liegen. Frankfurts Trainer Schaaf echauffierte sich noch lange nach dem Spiel: „Das Spiel hätten wir nie verlieren dürfen“. Und Freiburgs Trainer Streich hing noch seinen Gedanken nach. „ Ich kann den Sieg nicht erklären“.

Ich mag Nonsens-Sätze der Reporter wie der als Zusammenfassung nach dem Spiel Frankfurt vs. Wolfsburg 1 : 1: „ Die Frankfurter wollten die Hand am Spiel halten und den Deckel drauf halten.“ Das Handspiel wurde bestraft und der Deckel war nicht zu schließen. Ebenso schön ist der Kommentar zum HSV-Sieg in Paderborn ( 0 : 3 ): „ Das ist im Abstiegskampf wie  einen Pferdeschwanz auf einem kahlen Schädel binden“. Ein anderer fragte nach dem 0 : 1 der Berliner gegen Leverkusen, ob Berlins Trainer Luhukay morgen „ noch die Bauaufsicht“ in Berlin habe. Nein, hatte er nicht mehr, weil Leverkusens Kiesling „ den Ball wie eine Murmel über die Linie gelummert hat“. Der Ausspruch war mir bisher im deutschen Sprachraum unbekannt.

Reporter sorgen also für die Bereicherung unseres Wortschatzes. Daneben fordern sie ein Mindestmaß an Abstraktionsfähigkeit. Beim Spiel Fürth vs Ingolstadt (0 : 1) brachte uns der Reporter den jungen Ingolstädter Spieler Pascal Groß mit den Worten nahe: „ Er hat schon viel auf dem Zettel“. Tatsächlich meinte er aber das Gegenteil, weil der Spieler weitgehend unbekannt ist.

Ihn übertraf der Kollege, der das Spiel Schalke vs. Mönchengladbach (1 : 0) begleitete. Mit dem Sieg der Schalker und dem vorübergehend dritten Platz meinte er:

„ Willkommen auf einer neuen Stufe der Evolution“.  Evolution meint die Entwicklung der Lebewesen von niederen zu höheren Formen. Wo reiht er dann die Wolfsburger oder den FC Bayern ein ? Umgekehrt muss gefragt werden, ob die Dortmunder nach diesem Verständnis sich rückwärts entwickeln. Vielleicht sind sie inzwischen bei den Schnurkeramikern ( um 2800 v.Ch.) angekommen oder gar bei den Bandkeramikern ( um 5600 v.Ch.).  Das sind schon schwergewichtige Probleme, in die uns die Propheten des Fußballs an jedem Spieltag stürzen. Nach ihren letzten Siegen – zuletzt in Stuttgart –  haben die Dortmunder sich zielsicher von den Band- hin zu den Schnurkeramikern fort entwickelt. Nach dem 3 : 0 des BVB vs. Schalke 04 ( Lüdenscheid Nord vs. Herne-West) sind die Dortmunder wieder „ unter den Leuten“.

Kein Geringerer als Franz Beckenbauer hat sich vor Jahren zweimal zum Thema „Evolution“ geäußert. Und dazu gilt der Satz vom ehemaligen Trainer  Max Merkel: „ Wenn der Kaiser spricht, legen sogar die Engel ihre Harfen zur Seite.“  Originalton Beckenbauer: „Wir sind immer noch am Beginn der Evolution. Wir sind den Tieren immer noch sehr ähnlich. Der einzige Unterschied ist, dass Gott uns eine Stimme gegeben hat“. Dabei zeigt er sich als Evolutionsskeptiker: „ Sokrates, Aristoteles, Platon und diese Leute haben sich vor 2000 Jahren Gedanken gemacht, da sind wir noch auf den Bäumen gesessen und haben uns vor den Wildschweinen gefürchtet. Seither haben sich nur ganz wenige weiter entwickelt.“ Bevor wir selbst nun in eine Krise geraten, führt uns Ben Redelings mit seinem Buch „ Ein Tor würde dem Spiel gut tun“ daraus wieder auf optimistischem Boden. Er zitiert Klaus Augenthaler : „Von Beckenbauer habe ich sehr viel gelernt. Vor allem, dass es eigentlich egal ist, was ich gestern gesagt habe.“

Der 21. Spieltag (über Karneval) war ebenso turbulent wie torreich. 8 : 0 gewannen die Bayern gegen den HSV, 4 :5 die Wolfsburger in Leverkusen. Dabei schoss Bas Dost vier Tore. Nach dem dritten, abgezockt verwandelten, Tor meinte der Reporter: „ Geht der Belgier heute Abend zum Karneval, dann kann er als Eisvogel gehen“.

Das Achtelfinale Donezk vs. Bayer 0 : 0 in Lemberg kann man schnell vergessen. Lediglich der spanische Schiedsrichter verursachte einmal mehr Bauchschmerzen, die ich bei spanischen Schiedsrichtern stets habe. Die ukrainischen Brasilianer fielen vor allem durch ihr Foulspiel auf. Es gab so richtig „auf die Socken“.  Schalke vs. Real Madrid (0:2) war Klein gegen Groß. Real blieb im Energiesparmodus für ein anspruchsvolleres Trainingsspiel. Für die Platzpflege war Reals Stürmer Benzema hilfreich. Er sparte Schalke die Bewässerungskosten, weil er ununterbrochen mit Spucken und Nase schneutzen den Rasen bewässerte. Es war eklig. S04 hat den internationalen Elchtest nicht bestanden.

Wolfsburg gewann 2 : 0 gegen Sporting Lissabon. Der Reporter kam zum Ergebnis:

„ Ballverluste können mächtig Aua machen. Aber Wolfsburg baut mit geöffneten Augen immer wieder neu auf.“ Als ich gerade tiefsinnig in Gedanken überlegte, wie man mit nicht geöffneten Augen – sonst hätte er es uns ja nicht erklärt – den Spielaufbau bewerkstelligen könnte, kommentierte er „ Hunt ist ein feingeistiger Spieler. Und hat prompt auf die Socken bekommen“. Von nun an waren Grobmotoriker gefragt.

Bei Sevilla vs. Mönchengladbach gab es einmal mehr für die Deutschen „auf die Socken“. Der Reporter fand dazu den herrlichen Kommentar: „ Der Rasen brennt, weil beide Mannschaften glühen.“   Fies fand ich das Bemühen der in spanischen Diensten Spielenden, dass sie ständig im Gladbacher Strafraum auf Elfmeter aus waren. Sie versuchten immer wieder, einem Verteidiger auf Hand oder Arm zu schießen.

Das war das dritte Spiel (Donezk, Lissabon, Sevilla ), in dem die Klopper ungestraft die Knochen der Gegenspieler demolierten.

Der 22. BL-Spieltag bescherte uns zwei besondere Ereignisse:  Im Spiel Augsburg vs. Bremen schoss Augsburgs Torwart in der 93. Minute den Ausgleich. Das war erst das dritte Mal in der Bundesligageschichte, dass ein Torwart aus dem Spiel heraus erfolgreich war. Vorher gelang dies Jens Lehmann und Frank Rost. Für die Bayern war das Spiel in Paderborn, das sie mit 6 : 0 gewannen das 275. Ligaspiel in Folge, das ausverkauft war. Chapeau !!! Unschön war lediglich, dass Paderborns Spieler Hartherz nach harmlosem Foul von Schiedsrichter Gagelmann vom Platz gestellt wurde. Der wahre Hartherz war der Schiri. Paderborns Trainer fasste zusammen: „ Heute musste unser Torwart nicht viel halten. Jeder Schuss war drin.“ Das ist doch sehr sympathisch.

In Turin bangten wir mit tapferen Dortmundern. Sie verloren zwar 2 : 1, haben aber ihre Chance im Rückspiel. Belá Réthy war einmal mehr unterhaltsam. Gut gefallen hat mir sein trockener Kommentar nach Chiellinis Ausrutscher, den Marco Reus zum Gegentreffer ausnützte: „ Mit 30 braucht man halt schon die richtigen Reifen.“ Farbig war auch die Charakterisierung des Chilenen Vidal auf Turiner Seite nach einem Foul am Dortmunder Immobile: „ Vidal hat gerade Piczek raus gefoult. Wenn das jetzt nicht Gelb ist, muss die Regel geändert werden“.

Auch Leverkusen hat mit seinem 1 : 0 Sieg gegen Atlético de Madrid Klasse gezeigt. Lediglich der junge Brasilianer Wendell dämpfte den hervorragenden Gesamteindruck. Er lief nämlich während des ganzen Spiels mit einer Rotznase herum. Bayer stellt doch sicher auch Papiertaschentücher her. Da könnte man ihn doch mit einem Deputat versorgen und Fußballlehrer Schmidt kann ihn auch im Gebrauch eines Taschentuches sicherlich unterweisen. Die neun gelben Karten in diesem Spiel kündigen allerdings für das Rückspiel die Begleichung von offenen Rechnungen an.

Siegbert Heid, 01.03.2015

Der Steilpass im Februar 2015

Während der Fußball so langsam seinen Winterschlaf beendet, gibt es andere Themen, die uns beschäftigen. Deshalb spielt der Fußball diesmal eine untergeordnete Rolle.

So gibt es z.B. Muhammad Salih al Munajjid, ein salafistischer Prediger, der Fragen zum Islam in Form von Rechtsauskünften beantwortet. Jetzt hat er erklärt, dass das islamische Bilderverbot auch für Schneemänner gelte. Dazu muss man wissen, er sitzt nicht auf dem Kahlen Asten oder in Ruhpolding, sondern im für seinen Schneereichtum bekannten Saudi-Arabien. Das ist das Land, in dem die Frauen seit neuestem in Begleitung eines erwachsenen männlichen Verwandten in ihrem Garten oder abseits der Verkehrswege Fahrrad fahren dürfen. Zu mehr reicht es nicht, weil sie sonst nach offizieller Lesart Männer erschrecken könnten.

Das ist das Land, in dem jüngst sieben Frauen verbrannten, als sie unverschleiert aus einem brennenden Haus flüchteten. Sie wurden von der Sittenpolizei wieder hineingetrieben, weil sie in der Panik unverschleiert flüchteten. Und da bin ich auch sofort im Zentrum meiner Behauptung: Solange der Islam den Tod über das Leben stellt, weil irgend etwas aus dem Koran scheinbar infrage gestellt wird ( Allah, Mohammed oder eine Verhaltensvorschrift ), so lange habe ich zwar muslimische Freunde, dieser Islam gehört aber nicht zu Deutschland.

Eine kleine Veränderung hat es in Saudi-Arabien inzwischen gegeben. Der Beate-Uhse-Versand hat dort unten einen Sex-Shop eröffnet. Das sei wegen der vielen Pilger, meinte ein Offizieller etwas verschämt. Ich glaube, damit ist der Sexversand seinem strategischen Ziel, einen Puff im Vatikan zu eröffnen, einen Schritt näher gekommen.

Dann weilte der FC Bayern zu einem Spiel in Riad. Die Millionen Antrittsgage haben sie eingesteckt und in Kauf genommen, dass das Fußballfreundschaftsspiel als Frauenfeindschaftsspiel durchgeführt wurde. Frauen war der Besuch untersagt. Im Gegensatz zu Borussia Dortmund fragt in München vor Auftritten keiner, ob auch noch andere Gründe für oder gegen ein Spiel berücksichtigt werden müssen. Kommerz schlägt Ethik. Ethische und soziale Standards interessieren nicht, ebensowenig Menschenrechte. Die sind nur geldgeil.

Aber zurück zu unserem Muhammad. Er empfiehlt in allem Ernst, den Schneemann nur aus dem Unterteil und dem Mittelteil zu bauen. Der Kopf mit gelber Rübe als Nase und zwei Kohlenstückchen als Augen ist dagegen verboten. Ich sehe jetzt schon Islamversteher auftreten, die diese Vorschrift einhalten wollen, weil ja sonst die empfindliche Gemütslage islamischer Mitbürger verletzt würde. Nach der Gemütslage unserer Kinder, die sich mit zwei Schneehaufen begnügen sollen, wird da nicht mehr gefragt.

Es wäre ein Ausdruck souveräner Größe gewesen, hätte er augenzwinkernd darauf hingewiesen, dass irgend ein Bekloppter kugeligen Schnee mit gelber Rübe und zwei Kohlestückchen im Gesicht als Abbild ansehen könnte, im Sinne der Kinder aber darüber hinweg gesehen wird. Nein, es ist diese unendlich trostlose Humorlosigkeit und der Fanatismus, der ungemein nervt. So disqualifiziert sich dieser Muhammad zu nicht mehr als einer Herausforderung für jeden Satiriker in Wort, Schrift und Bild.

Zu einer weiteren Herausforderung für Witz und Satire hat sich Türkeis Präsident Erdogan profiliert. In seinem abgrundtief hässlich-protzigen Palast empfing er jüngst Palästinas Ministerpräsident Abbas. Gegenüber ihm ist dieser noch ärmer als eine arme Kirchenmaus. Dieses Gehabe wirkte ungemein peinlich-komisch, Material für Satiriker auf dem Tablett serviert.

In den Nachrichten konnten wir sehen, wie die türkische Polizei auf seine Veranlassung hin Verlage durchsuchte, um die erste Ausgabe von Charlie Hebdo nach den Morden von Paris zu beschlagnahmen. Die empfindlichen muselmanischen Sensibelchen waren tief gekränkt. Mit geballter Staatsmacht ging man dagegen an. Genau diese Humorlosigkeit eines souveränen Staates, vertreten durch den ersten Mann im Staat, macht das Verhalten so unverhältnismäßig lächerlich. Die Konfrontation von Gewehren gegen Bleistifte kann irrsinniger nicht sein.

Erdogan hat die Demokratie einmal als Straßenbahn bezeichnet. Man steigt aus, wenn man am Ziel ist. Das ist nun offensichtlich der Fall. Mit dem Verbot der Zeitschrift in der Türkei akzeptiert er einen Grundwert der EU ausdrücklich nicht: die Presse- und Meinungsfreiheit. Damit hat er die Tür für weitere Verhandlungen über einen Beitritt unwiderruflich zugemacht.

Der Islam hinkt dem Christentum, auf dem unsere westliche Kultur im wesentlichen aufbaut, um ca. 600 Jahre hinter her. Wie das Christentum die Aufklärung benötigt hat, benötigt der Islam jetzt auch eine Aufklärung. Es muss doch ein halbwegs intelligentes Gehirn erkennen, dass man im heutigen menschlichen Umgang miteinander, den heutigen weltweiten Verflechtungen und technischen Standards mit wörtlicher Auslegung einer Schrift des 7. Jahrhunderts nicht gerecht werden kann. Erst, wenn man in religiösen Dingen über sich und seine „Amtsoberen“ lachen kann, wenn Vernunft den Fanatismus ablöst, wird sich vieles entspannen.

Das haben die Juden viel eleganter gelöst, wenn man einmal von den Fundamentalisten absieht. Die lernen tagsüber in Jerusalem die Bibel auswendig und abends schwängern sie ihre Frauen, die sie zu Gebärmaschinen degradieren. Sie selbst gehen unterdes keiner Arbeit nach. Die anderen in Israel, die diese Sippschaft auch noch unterhalten müssen, versuchen dagegen mit Witz Religion und Alltag zusammen zu bringen. Gleichwohl ging es bei ihnen vor 2000 Jahren nicht zimperlich zu. Jesus wurde vom Hohepriester seinerzeit wegen Blasphemie ( verletzende Äußerung über etwas Heiliges ) verurteilt. Heutzutage gäbe es dafür noch nicht einmal ein Bußgeld.

Im Tel Aviv der dreißiger Jahre gehen drei Frauen am Strand spazieren.  Weiter vorn liegt ein sich sonnender nackter Mann, das Gesicht in die andere Richtung gedreht. „ Ich glaube, da vorne liegt mein Mann“, sagt die eine. Ihre Freundin schaut genau hin und folgert: „ Nein, das ist nicht Dein Mann“. Aufmerksam mustert nun die Dritte den Herrn und kommt zum Ergebnis: „ Der stammt gar nicht aus Tel Aviv.“ So geht man elegant mit den 10 Geboten um.

Diese soll Moses einst nach einem Treffen mit Jahwe vom Berg Sinai seinem Volk Israel gebracht haben. „ Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Euch“, verkündete er seinem Volk. „ Ich konnte Ihn auf 10 Gebote herunter handeln – aber der Ehebruch bleibt drin“. Ein Politiker hat mir in der Knesseth vor Jahren eine weitere Anekdote erzählt, die den entkrampften Umgang mit Glaubensvorschriften unterstreicht: Ein Jude betritt eine nicht koschere Metzgerei. Beim Anblick des saftigen Schweinebratens läuft ihm das Wasser im Mund zusammen. Zum Verkäufer sagt er: „ Ich hätte gerne zwei Kilogramm von diesem Fisch.“ „ Aber das ist doch kein Fisch, das ist doch…“ wollte der Metzger entgegnen. Er kam nicht weiter, weil sein Kunde ihn barsch unterbrach: „ habe ich danach gefragt ?“

Wir wären viel weiter, würden islamische Gelehrte und Wissenschaftler den Koran für das 21. Jahrhundert modernisieren. Wollen sie nicht bei jeder Karikatur an der Nase herumgeführt werden, müssen sie lernen, mit Werten wie Demokratie, Toleranz, Meinungs- und Pressefreiheit umzugehen. Zweifellos gehört dazu auch persönlicher Mut, so etwas anzupacken. Dann aber könnten sie Satire entweder einfach ignorieren oder auch darüber lachen und müssten nicht bei jedem Unsinn lärmend um die Blocks ziehen.

Muslime in Deutschland müssen lernen, dass Religion Privatsache ist. Ein erster Schritt dazu wäre der Entzug der Predigererlaubnis für Hassprediger in hiesigen Moscheen. Sie müssen in Deutschland auch akzeptieren, dass die Grenzen der Meinungsfreiheit von den Gesetzen der Republik festgelegt werden und nicht vom Gesetz der Religion. Die Gesetze der Religion über die Gesetze der Republik zu stellen, hieße, die Fundamente der Republik selbst infrage zu stellen. Da ist Schluss mit lustig. Mit Scharia, islamischen Friedensrichtern, Ehrenmorden und Zwangsverheiratung junger Mädchen gehört der Islam nicht zu Deutschland. Da helfen auch die salbungsvollsten Reden von Bundespräsident oder Bundeskanzlerin nicht hinweg.

Unsere deutsche Geschichte zeigt, dass es töricht ist, Toleranz gegenüber denen zu haben, die nicht bereit sind, selbst Toleranz zu zeigen. Das beginnt auf dem Schulhof. Während des letzten Ramadan wurde in der großen Pause ein Lehrer von einem Schüler angepöbelt, das Pausenbrot wegzustecken, weil jetzt Ramadan sei. Dieser Schüler hat nicht begriffen, dass seine Freiheit dort endet, wo die Freiheit eines anderen beginnt. In der Schule muss dieser Grundwert vermittelt werden. Womöglich helfen gemeinsame Anstrengungen in dieser Frage mit den anerkannten muslimischen Verbänden. Möglicherweise sind berufliche Perspektiven das richtige Gegenmittel. Hier ist die Politik gefordert, nicht mit Worten, sondern mit Taten.

Dann gab es doch noch etwas rund um den Fußball. WM-Verlierer Ronaldo gewann den Pokal für den weltbesten Fußballspieler. Die Mitglieder der Jury sahen sich außerstande, die gewohnten Geleise zu verlassen. Sie belohnten ihn wegen seiner Tore. Schließlich spielt man Fußball, um dem Gegner welche zu verpassen. Dabei hätte Manuel Neuer m.E. die Auszeichnung ebenso verdient, weil er das Spiel des Torwartes auf dem Feld revolutioniert hat. Dessen Aktionsraum hat er wie ein Eroberer bis zur Mittellinie vorgeschoben. Ohne diese neue Taktik wären wir bei der WM gegen Algerien aus dem Turnier geflogen.

Darüber hinaus war die Preisvergabe für den deutschen Fußball ein Fest. Löw, Nadine Keßler (VfL Wolfsburg) und Frauentrainer Ralf Kellermann holten die restlichen Preise nach Deutschland.

Hut ab vor den deutschen Skispringern!! Sie gewannen beim Sieg des Mannschaftsspringens in Zakopane 30.000.-€ Preisgeld. Das Geld spendeten sie für die Rehabilitation des amerikanischen Springers Nick Fairall. Er hatte sich nach einem brutalen Sturz an der Wirbelsäule verletzt.

Selten bin ich so gespannt auf das Echo der Leser, wie bei diesem Steilpass.

Viele Grüße

Siegbert Heid, Ende Januar 2015

Der Steilpass im Januar 2015

Zum Jahresende bekam ich einige Post aus der Reihe meiner Leserinnen und Leser. Neben der Hoffnung, auch weiterhin mit den Sottisen derjenigen versorgt zu werden, die sich für besonders wichtig halten, wird mir auch für den Spaß gedankt, die CSU und ihre Führungskräfte immer wieder vorgeführt zu haben. Dabei wird überraschend direkt von badisch über rheinisch bis hessisch die Mundart am heimatlichen Herd verteidigt. Außergewöhnlich fand ich den Neujahrsgruß einer Freundin. Sie schickte ihn mit einem Foto von Harald Juhnke und dem Zitat: „ Ich hasse Sylvester. Da saufen auch die Amateure.“  Auf diesem Wege nochmals vielen Dank.

„ Alles Gut? Oder hast Du Rücken?“, fragte mich dieser Tage meine Frau anzüglich, weil sie weiß, dass mir die SMS-Sprache recht zuwider ist. Sie sah mich etwas unrund gehen. „Nein, ich habe Arsch“, antwortete ich recht drastisch, weil die Muskulatur links nun die Unannehmlichkeiten bereitet, wie ich sie rechts vor einem halben Jahr hatte. Bis auf dieses Malheur sind die Heids gut ins Neue Jahr gestartet. Wir haben es nämlich geschafft, allen salbungsvollen Weihnachts- und Neujahrsansprachen aus dem Weg zu gehen. Das ist ja gar nicht so einfach. Mich ärgern die Sprüche, die da abgelassen werden. Gerade wenn man sich z.B. zum Ehrenamt äußert und dieselbe Person tatsächlich ihre völlige Gleichgültigkeit in dieser Frage wenige Monate vorher einem gegenüber demonstriert hat, habe ich mit diesen scheinbar hehren Floskeln meine Probleme. Dabei habe ich dies mit der NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft erlebt, was für mich persönlich besonders bitter ist.

Es gibt für mich staatlicherseits noch zwei weitere Rituale, die ersatzlos gestrichen werden müssen. Das ist einmal bei besonderen Begräbnissen das Richten der Kranzschleife. Es spielt sich immer nach demselben Schema ab. Hilfskräfte tragen den Kranz an die vorgesehene Stelle. Dort liegt er dann vorbildlich mit Schleife. Danach treten Politikerinnen/er – alle ohne Ausnahme – an den Kranz heran und rücken die schon mustergültig liegende Kranzschleife noch einmal mustergültig zurecht. Dann verbeugen sie sich, zählen still stehend bis 10, manchmal bis 12, wenn es sich um einen besonders wichtigen Verbliebenen handelt und treten zur Seite. Das löst bei mir stets Schreikrämpfe aus.

Das andere Unsinnsritual ist das Abschreiten einer Front von Soldaten bei einem Staatsbesuch. Da läuft einer wie in Karnevalsuniform mit Degen, Florett, Säbel oder Krummschwert im Stechschritt neben Gast und Gastgeber/in her. Diese verbeugen sich ein wenig gegenüber den in Reih und Glied stehenden Soldaten und gehen von dannen. Was soll das inhaltsleere Korsett internationaler Etikette ? Es verletzt m.E. die Menschenwürde, die armen Kerle stundenlang vorher stramm stehen zu lassen, damit sie ja nicht zu spät dran sind.

Kurz vor Weihnachten mussten die Fans von Joe Cocker und Udo Jürgens Abschied nehmen. ARD und ZDF hatten in kürzester Zeit beachtliche Nachrufe zusammen gestellt. Besonders interessant war der Bericht einer Rundfunkreporterin. In ihrer Würdigung wies sie darauf hin, dass die jüngste der unehelichen Töchter von Udo „ im Rahmen einer Autogrammstunde gezeugt wurde“. Flugs bin ich die Liste meiner Freundinnen, Freunde und Bekannten durchgegangen, um zu prüfen, ob jemand bald eine Autogrammstunde gibt. Leider vergeblich. Ich hätte nämlich gerne gewusst, wie man das in der Praxis macht und gleichzeitig Autogramme gibt.

Da Weihnachten noch nicht so weit zurück liegt, halte ich noch drei kleine Geschichtchen in Erinnerung:

  1. a) Es unterhalten sich zwei Freundinnen. Berichtet die eine: „ Gestern war ich mit meinem Mann auf dem Weihnachtsmarkt.“ Fragt die andere: “ Und, bist Du ihn losgeworden?“
  2. b) Ein Ehepaar unterhält sich. Der Ehemann fragt: „ Schatz, was wünschst Du Dir zu Weihnachten ?“ Sie: „ Die Scheidung !“ Darauf er: „ Soviel wollte ich eigentlich nicht ausgeben.“
  3. c) Am 2. Weihnachtsfeiertag übernahm um 12.00 in WDR 2 Heike Knispel die Moderation. Der vorige Moderator fragte noch, was bei ihr auf dem Gabentisch lag. „ Eintrittskarten für ein Konzert, eine CD, Eierwärmer…“ „ Oh“ unterbricht er sie, „ da hat er sich aber gefreut !“ „ Nein“, antwortete sie schlagfertig, „die eignen sich nur für die Eier auf dem Frühstückstisch“.

Tiefsinnig war der Satz von Sportdirektor Heindl (FSV Mainz), nach dem in letzter Sekunde wegen eines Tores des Münchener Spielers Arjen Robben mit 1 : 2 verlorenen Spiels: „ Es war ein netter Abend, bis zur letzten Minute.“

Mehr Einblick in seine Denkungsweise verdient Thomas Eichin, Sportdirektor bei Werder Bremen: „ Ich mache mir immer Sorgen. Und wenn ich morgens aufwache und mir nach einer Stunde keine Sorgen mache, dann mache ich mir Sorgen, warum ich mir keine Sorgen mache.“ Der Mann hat es wirklich nicht leicht.

„ Die Jungs wollen, aber sie können nicht wie sie müssen.“ Das war keine Klage der Lebensabschnittsgefährtinnen Dortmunder Spieler, sondern von Trainer Klopp. Die Strapazen und Verletzungen wirken sich jetzt dramatisch aus. Drücken wir dem BVB die Daumen, dass er in der Winterpause die Erholung erfolgreich nutzt.

Viel Geld ausgeben musste Marco Reus, Spieler von Borussia Dortmund. Die 90 Tagessätze bei vermuteten € 6.000.- Verdienst nach Steuern am Tag summierten sich auf stattliche  540000.- Bei einem Tagessatz mehr wäre er vorbestraft. Staatsanwaltschaft und Gericht waren noch in einem anderen Punkt überaus milde. Sie bewerteten lediglich die Einzelfälle, bei denen er ohne gültigen Führerschein erwischt wurde. Sie ließen den jahrelangen Vorsatz, wissend mit einem gefälschten holländischen Führerschein gefahren zu sein, außer Acht. Das ist keine Dummheit, wie Reus es hinstellt, sondern ein kriminelles Vergehen. Jeder andere Bürger wäre nicht ohne Bewährungsstrafe und hoher Geldsumme weggekommen. Ich verstehe nicht, warum dem 25-jährigen weder die Eltern, noch die Berater, noch der Verein Einhalt geboten haben. Mir scheint, der Fisch stinkt vom Kopf.

Bleibt noch die Vorbildsfrage. Kein Berufener als Bundestrainer Löw, der gerade seinen Führerschein wegen ständigen Rasens verlor, erklärte im Sommer, als der Dortmunder Großkreutz in eine Hotellobby pinkelte: „ Nationalspieler sind in ganz besonderem Maß Vorbilder, auch neben dem Platz“. Die Frage lautet deshalb nicht, ob Reus – auch Rolls Reus genannt – aus dem Weltmeisterteam fliegt, sondern nur noch wie lange.

Sportkamerad Kruse, Borussia Mönchengladbach, wurde nicht zur WM mitgenommen, weil er bei einem Auswärtsspiel der Nationalmannschaft eine Dame davon überzeugen konnte, mit ihm nächtens auf seinem Zimmer seine Briefmarkensammlung anzusehen. Das haben welche beim sittenstrengen DFB offensichtlich missverstanden.

Wer eine Dauerkarte in Frankfurt hat, kann sich glücklich schätzen. Es gibt sensationelle Spiele mit vielen Toren zu sehen. Dabei geben die Frankfurter auch bei einem Rückstand nicht auf. Jüngst schafften sie es gegen Hertha BSC Berlin, in der 90. und 92. Minute, einen 2 : 4 Rückstand in ein 4 : 4 umzubiegen. „ Das kostet verdammt viel Nerven“, stellte Trainer Schaaf fest. „Es ist nicht der Gedanke des offensiven Fußballs, sich so in der Defensive zu verhalten. Das müssen wir uns an die eigene Backe nageln.“ Diese Art der Selbstverstümmelung scheint mir doch zu weit zu gehen.

Eindeutig zu weit gehen aber amerikanische und britische Zyniker, die den „Darwinschen Preis“ verleihen. Er gebührt denen, die sich durch eigene Dummheit selbst auslöschen. Dabei zählt ausdrücklich nicht, wer sich beim Entsichern einer Waffe selbst erschießt. Das wird als bedauerlicher Unfall gewertet. Zur Crème de la Idiotie ( www.darwinawards.com/rules) zählen z.B. der Dieb, der das Stahlseil eines Aufzuges entwenden wollte, dabei aber unversehens in die Tiefe rauschte, weil er sich in demselben befand, als er das Kabel durchtrennte. Die gleiche „Ehre“ wurde einem anderen auch zuteil. Er hatte eine Briefbombe mit zuwenig Porto versehen. Die Sendung kam deshalb zurück. Dann hatte er das Kuvert selbst geöffnet.

Britische Wissenschaftler haben inzwischen festgestellt, dass der Männeranteil unter den „Preisträgern“ bei 89 % liegt. Auch wenn ich für diese Art von Awards nicht infrage komme, bestätigt die Zahl eine Grundüberzeugung meiner Frau. Sie ist nach dem jahrzehntelangen Zusammenleben mit mir zur Einsicht gekommen, dass der männliche Teil der Menschheit der doofere sei. Dagegen kommt man nicht an.

Auch der Wintersport geizt nicht mit Sottisen. Aus Gröden berichtete der Reporter, dass der Österreicher Baumann in der Abfahrt „ mit dem letzten Hemd angekommen sei.“ Dem war nicht so. Ich versichere, er hatte noch seinen Skianzug an.

Auch schön war der Hinweis, dass der Schweizer Carlo Janka sich durch seinen Materialwechsel eine neue Herausforderung gesucht habe. Er hat genau das Gegenteil getan. Mit neuem Skifabrikat wollte er schneller fahren, um nicht mit den alten Ski der Herausforderung durch die schnelleren Kollegen begegnen zu müssen.

Klasse war auch das Einfühlungsvermögen in die Denkweise des Österreichers Hannes Reichelt. Da wir Zuschauer das nicht wissen können, erzählte uns der Reporter, Reichelt denkt an einer bestimmten Stelle während der Abfahrt: „ Hoppla, da sind ja die Kamelbuckel; also bin ich in Gröden“. Ich versichere allen, falls Skikamerad Reichelt überhaupt etwas gedacht hat, dann an etwas anderes.

Auch dem Sieger im Super-G von Gröden, Jansrud aus Norwegen, wurde der Berichterstatter nicht gerecht. „ Er schleicht sich an das Tor heran“. Dabei wurde zufällig gerade die Geschwindigkeit mit 112 km/h gemessen. Da schleicht niemand mehr.

In diesem Sinne grüße ich alle Leserinnen und Leser ganz herzlich

und wünsche allen nach Möglichkeit die Erfüllung ihrer Wünsche

und guten Vorsätze

Ihr

Siegbert Heid