Dass der Verwaltungstrakt der Pecher Grundschule einer Sanierung bedarf ist eine Tatsache, die allen Beteiligten (Verwaltung, Lehrern und Eltern) seit langem bekannt ist. Im Februar 2018 wurde die Sanierung dann endlich beschlossen. Allerdings präferierte die CDU zu dem Zeitpunkt einen Neubau, was aufgrund der Kosten, dem befriedigenden Zustand der übrigen Gebäudeteile (ein Teil stammt aus dem Jahre 2003), aber vor allem aufgrund fehlender Standortalternativen nicht wei-ter verfolgt wurde.

Als auf der Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Bau am 7. Mai 2019 die Bauvergaben zur Sanierung nunmehr beschlossen werden sollten, kam die CDU wieder mit dem Vorschlag eines Neubaus, dieses Mal sollte jedoch auch der Standort Villip miteinbezogen werden und ein neues Schulgebäude für beide Schulen gemeinsam entstehen. Auf Fragen nach einem Standort, zu dem wohl dann alle Villiper, Villiprotter und Pecher Kinder täglich transportiert werden müssten (Ursprungsmodell bei der Gründung des Schulverbundes Villip/Pech in 2009 war übereinstimmend „Kurze Beine – kurze Wege), und der Finanzierung eines solchen Vorhabens hatte die CDU natürlich keine Antwort. Erst nach langer Diskussion konnten letztlich dann doch die Aufträge vergeben und der Fortgang der dringend geboten Sanierung sichergestellt werden.

Anlass des Vorstoßes der CDU waren Aussagen von einem Teil der Lehrerschaft und dem OGS-Personal in Pech zur Schadstoffbelastung in der Schule. Diese Fragen wurden vom Fachbereichsleiter Pohl schriftlich sehr ausführlich und zufriedenstellend auf der Grundlage von umfangreichen, von einem externen Gutachter durchgeführten, Schadstoffuntersuchungen beantwortet. Zudem wurde erklärt und in der Ausschusssitzung mehrfach betont, dass die fachgerechten Abbruch- und Entsorgungsarbeiten der detektierten Gefahrenstoffe nicht im laufenden Schulbe-trieb, sondern durch eine bereits beauftragte Fachfirma mit allen dafür notwendigen Schutzvorkehrungen in den Sommerferien erfolgen wird.
Es ist unverständlich, dass trotz dieser klaren Sachlage mit der Angst der Betroffenen gespielt wird, indem weiter über die Schadstoffbelastung diskutiert wird und erneut Gutachten gefordert werden. Auch die CDU sollte froh sein, dass diese Sa-nierung nun endlich in Angriff genommen wird.

Der nach Abwägung mehrerer Varianten gefasste einstimmige Beschluss zur Sanierung hat die Maßnahme zum Laufen gebracht, eine viertel Million an Planungskosten sind schon ausgegeben. Eine Abkehr von der Sanierung und alternative Verfolgung eines Neubauprojektes würde bedeuten, dass dieses Geld verloren ist und Schüler und Lehrer noch vier bis fünf Jahre auf die Verbesserung ihrer Situation warten müssten.