Bildungsausschuss diskutiert Schulentwicklungsplan. SPD beantragt Prüfung aller für die dauerhafte Sicherung des Schulstandorts Wachtberg möglichen Maßnahmen ohne ideologische Scheuklappen.

Der Ausschuss für Bildung, Generationen, Sport und Soziales diskutierte in einer Sondersitzung am 8.11.2017 den Schulentwicklungsplan für die Gemeinde Wachtberg, der eine gute und verlässliche Übersicht über die Entwicklung der Schülerzahlen an den Wachtberger Schulen und die hieraus resultierende Raumsituation darstellt.

Der Ausschuss beauftragte auf dieser Grundlage die Verwaltung mit einem Prüfauftrag mit dem Ziel der Vorstellung, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den eventuell entstehenden räumlichen Engpässen entgegenzuwirken.

Als Fragestellung aus den im Schulentwicklungsplan dargestellten und prognostizierten Schülerzahlen der Hans-Dietrich-Genscher-Schule brachte die SPD-Fraktion einen Antrag ein, zu prüfen, welche zusätzlichen Maßnahmen unbedingt notwendig sind, um den Standort der einzigen weiterführenden Schule auf Dauer als Bildungseinrichtung zu festigen.

Unbestritten, so die Sprecherin der SPD-Fraktion Jutta Danylow, stimmt das Konzept der HDG-Schule und sie lobte ausdrücklich das von Schulleiter Hendrik Heimbach engagiert vorgestellte pädagogische Konzept und das Engagement des Kollegiums.

Aber für Eltern von Kindern z.B. mit einer Realschulempfehlung muss die HDG-Schule nach Ansicht der SPD noch attraktiver werden, um so wohnortnah eine Schule zu bieten, die für Kinder mit allen Schulformempfehlungen interessant ist, so Jutta Danylow weiter.

Unverständnis rief in der Diskussion die von der CDU-Fraktion vorgetragene Interpretation der prognostizierten Entwicklung der Schülerzahlen in den Eingangsklassen hervor. Die CDU-Fraktion sah hier keinen Handlungsbedarf. Dies sahen die weiteren im Ausschuss vertretenen Fraktionen einhellig allerdings nicht so. Es bringt nichts, die im Ausschuss mit Bezug auf die Nachhaltigkeit des Schulstandorts Wachtberg eindeutig mit Zahlen belegten Trends in NRW zu ignorieren! Es geht darum, den Wachtberger Kindern auch in Zukunft eine attraktive weiterführende Schulform zu bieten, und daher müssen nach Ansicht der SPD angesichts der im Schulentwicklungsplan skizzierten Perspektiven alle Optionen geprüft und benannt werden.

Letztendlich haben sich Ausschussmitglieder einstimmig für folgenden Beschluss ausgesprochen: Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, wie das weiterführende Schulangebot erhalten und ausgebaut werden kann. Dabei sind alle Optionen einzubeziehen. 

Die SPD-Fraktion appelliert an die CDU-Fraktion, ohne ideologisch geführte Diskussionen diesen Weg mitzugehen. Die Gemeinde Wachtberg bietet mit den gerade aufwändig umgesetzten baulichen Maßnahmen ein attraktives Schulzentrum, um das uns sicher andere Kommunen beneiden.