Ratsmitglied Jutta Danylow äußert sich in einem offenen Brief zum Jugendtreff in Adendorf:

Als ich vor noch nicht sehr langer Zeit den Entschluss fasste, mich in der Kommunalpolitik zu engagieren, fühlte ich mich von vielen Seiten bestätigt. Für mein Vorhaben, Entscheidungen nur von der Sache her und nicht parteipolitisch anzugehen, wurde mir fraktionsübergreifend Unterstützung zugesagt.

Statt der guten Lösung, für den Jugendtreff in Adendorf ein Blockhaus zu errichten, wurde von der Verwaltung der Umbau des Kellerraums in der Grundschule Adendorf vorgeschlagen. Eine ebenso gute Alternative, wie ich meine. Der Verwaltung bei dieser Gelegenheit vorzuwerfen, sie habe einen Beschluss aus der vorherigen Ratsperiode zur Realisierung des Blockhauses nicht umgesetzt, ist angesichts der überzeugenden und kostengünstigen Alternative für mich schwer nachvollziehbar.

Diese Alternative hätte nämlich den Vorteil, dass sowohl der Bau als auch die Unterhaltung weniger kosten (z.Zt.um ca . 20.000,-  €) als beim Blockhaus. Was kann man nicht alles mit dieser Summe realisieren? Dabei sind die Aufwendungen für die Außenanlagen um das Blockhaus noch nicht einberechnet.

Die Kosten für den Umbau des Kellerraums beinhalten hingegen die Anlage eines Außenbereichs mit Terrasse und Sitzstufen, um den andere Jugendtreffs in Wachtberg die Adendorfer sicher beneiden würden.

In Zeiten klammer Haushaltskassen ist der einzusparende Betrag nicht gering einzuschätzen. Zumal auch die Kosten für den Förderverein, der die Bewirtschaftungskosten zu übernehmen hat, für den Raum in der Schule wesentlich niedriger wären.

Bis jetzt völlig unbeachtet blieb meiner Meinung aber, dass die Akzeptanz eines Jugendtreffs nicht in erster Linie und dauerhaft von den Räumlichkeiten abhängt, sondern vielmehr von den Angeboten für die Jugendlichen und von den Personen, die diese Angebote machen.

Ein möglichst hoher Betrag von den 5 500 €, die dem Förderverein durch Mitgliedsbeiträge und Zuschüssen zur Verfügung stehen, muss in attraktive Angebote für die Kinder und Jugendlichen investiert werden und nicht schon für die Bewirtschaftung der Räumlichkeiten aufgebraucht werden.

Die 20 000 €, die durch den Verzicht auf das Blockhaus eingespart werden würden, könnten dann dafür verwendet werden, andere Jugendtreffs, z.B. den in Pech, attraktiver zu gestalten.

Lokalderby leider verloren aber noch nicht abgestiegen!

Jutta Danylow